Schillersonntag in Marbach
: Vom ostdeutschen Alltag bis in Rilkes Welten

Am Schillersonntag ist rund um Schillermuseum und Literaturarchiv viel los. Den Auftakt macht die Schillerrede der Schriftstellerin Helga Schubert, die als Chronistin des ostdeutschen Alltags gilt.
Von
Andrea Kachelrieß
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
Literaturarchiv und Schillermuseum in Marbach: An diesem Sonntag, 8. November, feiert die Stadt den Geburtstag des Dichters.

Literaturarchiv und Schillermuseum in Marbach: An diesem Sonntag, 8. November, feiert die Stadt den Geburtstag des Dichters.

imageBROKER Wolfgang Diederich/Schöning
  • Schillersonntag in Marbach: Am 8. November feiert die Stadt den Dichtergeburtstag.
  • Auftakt ist die Schillerrede von Helga Schubert – live aus dem ausgebuchten Saal auf Youtube.
  • Kurzführungen: „Rilkes Welten“ um 13, 14.30, 16 Uhr, „Schiller!“ um 13.45 und 15.30 Uhr.
  • Konzerte im Literaturmuseum der Moderne um 12.30, 14 und 15.30 Uhr, Kinderprogramm ab 13 Uhr.
  • Abschluss um 16.30 Uhr: Konzert mit Christoph Prégardien und Michael Gees, Karten 20 Euro.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Am 8. November findet der diesjährige Schillersonntag in Marbach statt. 267 Jahre alt wäre der am 10. November 1759 in der Stadt am Neckar geborene Dichter in diesem Jahr geworden. Eröffnet wird der literarische Feiertag seit 1999 traditionell mit der Schillerrede, in diesem Jahr hält sie Helga Schubert. „Ei, Vater, sieh den Hut dort auf der Stange“ hat die Schriftstellerin ihren Vortrag mit einem Zitat aus dem Drama „Wilhelm Tell“ überschrieben. Es spielt auf den am Weg aufgestellten Hut des Landvogts an - und den von Tell verweigerten Gruß, der das Drama auslöst.

Helga Schubert ist eine Chronistin des ostdeutschen Alltags

Mit Freiheit und Pflichten hat die 1940 in Berlin geborene Autorin, die als nüchterne Chronistin des ostdeutschen Alltags gilt, ganz eigene Erfahrungen; so wurde ihr zum Beispiel 1980 nach einer Einladung zum Bachmann-Wettbewerb die Ausreise aus der DDR verweigert. Zuletzt hat sie in „Die Woche danach“ den Tod ihres pflegebedürftigen Mannes verarbeitet. Das Literaturarchiv wird die Rede aus dem bereits ausgebuchten Saal über seinen Youtube-Kanal übertragen.

Helga Schubert: ARCHIV - 29.04.2023, Sachsen, Leipzig: Die deutsche Schriftstellerin Helga Schubert auf der Leipziger Buchmesse. Auf dem Frühjahrstreffen der Buchbranche präsentieren rund 2000 Aussteller aus 40 Ländern ihre Neuheiten rund ums Buch. Als Buchmesse-Gastland präsentiert sich Österreich. (zu dpa: «Schriftstellerin Helga Schubert erhält Bundesverdienstkreuz») Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Schriftstellerin Helga Schubert

Hendrik Schmidt/dpa

Der Schillersonntag lädt zudem dazu ein, die aktuellen Ausstellungen im Schiller-Nationalmuseum und im Literaturmuseum der Moderne kennenzulernen. Im Angebot sind Kurzführungen durch die Schau „Rilkes Welten“ (um 13, 14.30 und 16 Uhr) und durch die Dauerausstellung „Schiller!“ (13.45 und 15.30 Uhr). Um 12.30, 14 und 15.30 Uhr finden im Unteren Foyer des Literaturmuseums der Moderne Kurzkonzerte statt.

Für Kinder gibt es von 13 bis 16 Uhr ein Bastelangebot und um 14.30 Uhr eine Führung durch die Dauerausstellung. Den Tag beschließt macht um 16.30 Uhr ein Konzert mit dem lyrischen Tenor Christoph Prégardien, den Michael Gees begleitet. Die beiden begeben sich mit Lieder von Franz Schubert, Robert Schumann und Hugo Wolf auf die Spuren der schwäbischen Dichter Friedrich Schiller, Eduard Mörike und Justinus Kerner. Karten kosten an der Abendkasse 20 Euro.