SB+SB+Originelle Architektur im Land
: Cooles Tiny House auf alter Garage

Mit einem innovativen Architekturkonzept sind Kleinst-Wohnhäuser auf Garagen in einer Nachkriegssiedlung in Karlsruhe entstanden. Die Wohnungen sind begehrt, das Konzept wurde ausgezeichnet. Warum werden nicht viel mehr solcher Projekte realisiert?
Von
Nicole Golombek
Stuttgart
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  • Aufgesattelt: Auf einem L-förmigen Garagenriegel in Karlsruhe ist eine Tiny-House-Gruppe entstanden.

    Chiara Bellamoli/Volkswohnung
  • Im Hintergrund sieht man die alten Bestandsbauten des Viertels. Die Dachform wurde auch bei dem Neubau aufgegriffen.

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • Jede der drei Anlagen besteht aus drei Einzimmerwohnungen, außerdem gibt es je eine Zwei- oder Dreizimmerwohnung.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Alle vier Wohnungen einer Anlage werden gemeinsam über . . .

    Golombek
  • . . . eine außenliegende Metalltreppe und . . .

    Golombek
  • . . . einen überdachten Laubengang erschlossen.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Wegen der Treppen sind die Wohnungen nicht barrierefrei, eignen sich aber für junge Familien, Paare, Singles und generell für Menschen ,die gut zu Fuß sind.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Die Dachlandschaft ergibt sich daraus, dass . . .

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • . . . Küchen und Bäder niedriger sind als die restlichen Wohnbereiche.

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • Das Holz in den Wohnungen stammt aus umliegenden Wäldern. Kurze Wege bei der Beschaffung von Materialien gehört zum Konzept.

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • Türen konnten aus anderen Wohnbauten aufgearbeitet und hier wieder verwendet werden.

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • Die Mietwohnungen sind rund 40 Quadratmeter groß.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Und bieten interessante Ausblicke auf die seit den 1960ern gewachsenen Bäume und die neue Architektur.

    CHIARA BELLAMOLI/Volkswohnung
  • Ökologischer Bau – da passt Grün als Wandfarbe in den Wohnungen.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Die Siedlung in Karlsruhe ist wie ein Freiluftarchitekturmuseum mit Bauten aus der Nachkriegszeit, aus den 1980ern und von heute.

    CHIARA BELLAMOLI/CHIARA BELLAMOLI
  • Die Garagen werden weiter genutzt – und sollte die Gesellschaft irgendwann je keine Autos mehr brauchen, könnten sie anderweitig verwendet werden. Pia Hesselschwerdt von Volkswohnung sagt: „Wir sehen in dem Projekt einen kleinen, lohnenden Beitrag zur Wohnraumverdichtung: Für einzelne Straßenzüge oder eine bauliche Übergangszeit können die Aufbauten einen Gewinn darstellen oder auch eine Initialzündung für eine Quartiersentwicklung sein.“

    © Stephan Baumann, Karlsruhe/Stephan Baumann
  • Während der Bauarbeiten und schon vorab wurden die Bewohner der Siedlung über das innovative Projekt informiert, bei der auch die umliegenden Außenanlagen nach dem Neubau der 12 Wohnungen für die ganze Bewohnerschaft aufgewertet wurden.

    Schneemann
  • Der Architekt Falk Schneemann und die Bauherrschaft Volkswohnung haben für das Projekt viele Auszeichnungen erhalten, doch leider erschweren komplizierte Regelungen die Realisierung weiterer solcher Aufbauten. Die Volkswohnung plant daher aktuell keine weiteren Tiny-Garagen-Häuser.

    Falk Schneemann/Bernd Seeland
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