Ein neues Wohngebäude entsteht in Weil am Rhein auf den Grundstücken Bühlstraße 8 bis 10 an der Ecke zum Messeplatz. Bereits 2028 könnten die ersten Mieter einziehen.
Zu den aktuellen Vorhaben der städtischen Weiler Wohnbaugesellschaft gehört auch die Weiterführung des Projekts an der Bühlstraße 8 bis 10, wie am Donnerstag bei einem Pressegespräch mit den Wohnbau-Geschäftsführern Daniel Franke und Rudolf Koger sowie dem Aufsichtsratsvorsitzenden und Weiler Bürgermeister Lorenz Wehrle zu erfahren war.
Die Wohnbau hatte die beiden Grundstücke im Jahr 2023 von der Stadt Weil am Rhein als Kapitaleinlage übertragen bekommen, verbunden mit dem Auftrag, dort „bezahlbaren Wohnraum“ zu schaffen.
Nun liegen erste Entwürfe vor, wie das Projekt in etwa aussehen könnte. Geplant ist demnach ein kompakter, in West-Ost-Richtung verlaufender Gebäuderiegel an der Ecke Bühlstraße/Messeplatz.
Dort sollen 20 Zwei- bis Fünfzimmer-Wohnungen auf einer Grundfläche von 1685 Quadratmetern entstehen, die Hälfte davon als staatlich geförderter, mietpreisgebundener Wohnungsbau, die andere Hälfte frei finanziert.
Förderbedingungen sind derzeit günstig
Man wolle die derzeit günstigen Förderbedingungen nutzen, erklärte Franke, warum die Wohnbau jetzt an diesem Ort den Planungsfaden aufnimmt. Noch im ersten Quartal 2026 sollen die Kosten für das Projekt verbindlich feststehen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass bereits 2028 Wohnungen dort angeboten werden können.
Wie auch beim Umbau des Hochhauses am Liegnitzer Weg, werde man besonderes Augenmerk auf kompakte, funktionale Grundrisse legen, um den Förderrichtlinien zu genügen, führte Franke weiter aus.
Als „städtebaulich interessantes Projekt“ bezeichnete Bürgermeister Wehrle das Vorhaben, das dem Bereich gegenüber des neuen Sparkassenbaus am Messeplatz ein ganz neues Gesicht geben wird. Die neuen Wohnungen befänden sich in unmittelbarer Nähe der Innenstadt und damit in einer attraktiven Wohnlage, betonte er.
Attraktive, innenstadtnahe Wohnlage
Mit dem Bauvorhaben werde eine weitere von noch so einigen „Zahnlücken“ im Bereich der Bühlstraße geschlossen. Die Einkommensgrenzen für eine mietpreisgebundene Wohnung seien so gestaltet, dass dies für viele Familien als auch für Zwei-Personen-Haushalte eine gute Option sein könnte, hob er hervor.
Eine im Auftrag der Wohnbau angefertigte Visualisierung zeigt einen klaren, kompakten Baukörper mit Erdgeschoss, zwei Ober- und einem Attikageschoss. Er soll ein Flachdach erhalten, das einerseits begrünt, andererseits mit Photovoltaik-Modulen bestückt werden soll.
Vom Wohnen her sei ein Flachdach sinnvoll, hob Wehrle einen zentralen Vorteil dieser Bauweise hervor. Schräge Wände und damit Raumeinbußen im Verhältnis zur Grundfläche habe man hier keine zu befürchten.
Hintergrund: Was die Wohnbau macht
Die Wohnbau Weil am Rhein hat 86 Wohnungen in ihrem Besitz, die in den vergangenen Jahren und auch noch weiter schwerpunktmäßig saniert und modernisiert werden. Unter den insgesamt 30 Beschäftigten der Wohnbau sind elf Handwerker und Fachkräfte. Im sogenannten Regiebetrieb legen sie Hand an, wo gerade Bedarf besteht. Sie werden aber, unter Hinzuziehung externer Fachkräfte auch für laufende Sanierungsarbeiten eingesetzt, wie Rudolf Koger erläuterte.
Rund 60 Wohnungen fallen im Jahr zurück an die Wohnbau, 40 bis 50 davon würden Jahr für Jahr renoviert. Nach einer kleinen Pause nach der Fertigstellung der neuen, großen Wohnbauten an der August-Bauer- und Gustave-Fecht-Straße, die mit einer Anpassung des Personals einhergingen, habe man nun wieder Kapazitäten für neue Projekte, sagte Koger.