Die Weihnachtszeit, das wissen in Albstadt längst alle geneigten Fans, ist erst so richtig angekommen, wenn die Stadt beim „Winter-City-Open-Air“ singt und klingt. Hier einige Fotos.
Das Open-Air, das die Event-Band „Südlich von Stuttgart“ am Samstag in der Innenstadt gab, ließ die Konzertbesucher tanzen, grooven, swingen, klatschen und mit den Fingern schnipsen – und den Nikolaus erst recht.
Überhaupt war die gesamte Innenstadt mit ihren beiden Bühnen und den vielen Musikanten allerorten gehüllt in feine Klänge: Bands, Chöre, Musikvereine und Ensemble musizierten und sangen toujours durch. Zusätzlich legte DJ Jeff am dritten Adventswochenende auf dem Bürgerturmplatz auf. Es dürfte also für jeden Geschmack etwas dabei gewesen sein, denn die Akteure schlugen einen weiten Bogen von „Stille Nacht“ zu „Last Christmas“ und „Rocking around the Christmas Tree“.
Und wo ist Weihnachten musikalisch am schönsten? Klar: „Südlich von Stuttgart“. Die Albstädter Vorzeigeband, spezialisiert auf Events, Partys und Locations aller Art, stimmte die Gäste in bewährter Manier aufs Fest ein – stilecht mit Anoraks, warmen Stiefeln und Pudelmützen. Das winterliche Albstädter Open-Air – es hat einfach etwas. Alle Konzerte, genauso das Open-Air-Kino mit der „Feuerzangenbowle“ oder die Aufführungen des Kindertheaters, waren ohne Eintritt zu genießen.
Ohne Karl Frierson
Annette Kienzle (Gesang), Musical Director Christian Baumgärtner (Schlagzeug, Gesang, Arrangement) Ralf Schuon (Keyboard, Saxofon, Gesang), Ralf Gugel (Gitarre, Gesang, Arrangement) und Johannes Killinger (Bass) hatten sich wieder um grandiose musikalische Verstärkung gekümmert. Auch das gehört zum Konzept des Winter-City-Open-Airs. Erneut mit auf der Albstädter Bühne: Eva Leticia Padilla, nicht nur bekannt für ihre fröhlich-bunten Outfits, sondern auch für ihre glockenklare Stimme. Dieses Mal fehlte wegen eines TV-Termins allerdings Karl Frierson. Doch Wolfgang Terne, mehrfach ausgezeichnet als Träger des Deutschen Rock & Pop Preises, füllte Friersons legendäre Kuhfell-Boots trefflich aus. Die vielen Konzertbesucher waren damit freundlich eingeladen, zu Klassikern wie „Feliz Navidad“ mitzutanzen oder bei „Do they Know it’s Christmas time“ kräftig mitzusingen.
Zuvor hatte jedoch ein besonderer, noch recht junger Chor seine Aufwartung in Ebingen gemacht: Die „Ryestones“, gegründet als Projektchor der Zollerlandchöre unter der Leitung des bekannten Chorleiters und Arrangeurs Anton Roggenstein. „Let it rain“, „Black Velvet“ oder „We don’t need another Hero“ haben bis heute ihre Fans. Die Gäste erwiesen sich durchaus als textsicher und dankten dem außergewöhnlichen Rockchor mit anhaltendem Applaus. Einzig Frau Holle ließ sich nicht blicken – richtigen Schnee gab’s übers Wochenende also keinen, allenfalls etwas Kunstschnee und Nebel. Doch das tat der weihnachtlichen Stimmung in der City keinen Abbruch.