Die Transporter nehmen einen ungewöhnlichen Weg zum geplanten Windpark auf dem Kälbling. Dafür wurden jetzt die Voraussetzungen geschaffen.
Ein äußerlich sichtbares Zeichen für den Windpark, der auf dem Kälbling entstehen soll, ist die Veränderung an der Bundesstraße 296. Der bisherige kurvige Waldweg, der von der B 296 zwischen Oberreichenbach und Calmbach abzweigt, wurde deutlich begradigt, damit die Transportfahrzeuge das Baumaterial zur betroffenen Fläche bringen können.
„Die Tiefbauarbeiten auf dem Kälbling kommen gut voran“, teilt Bürgermeister Marco Gauger auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Die dafür notwendigen Rodungsarbeiten habe der städtische Forstbetrieb im Auftrag des Projektträgers EnBW vorgenommen.
Beim Sportplatz umdrehen
Direkt können die Fahrzeuge allerdings nicht in den Wald abbiegen, erklärt Gauger weiter: „Die Transporter werden über die B 296 in Richtung Oberreichenbach fahren und an der Kreuzung beim Sportplatz wenden, um dann die Abfahrt auf den Kälbling nehmen zu können.“ Die ausgebaute Strecke müsse aber an einem Abschnitt vom bestehenden Forstweg abweichen, um ein starkes Gefälle zu umgehen, so Gauger weiter. Dieser Teil führe etwa auf halber Strecke über einen Höhenzug. Bis zum Winter sollen dann die Betonarbeiten fertiggestellt werden, sprich die Fundamente beziehungsweise Sockel für die Anlagen hergestellt sein, inklusive der ersten Meter Massivbau in die Vertikale, erläutert der Bürgermeister weiter.
Im Juli 2025 ans Netz
„Die EnBW plant, die beiden Windkraftanlagen im Juli 2025 fertigzustellen und ans Netz zu nehmen“, teilt Gauger weiter mit. Die Anlagen des Herstellers Vestas haben eine Nabenhöhe von 166 Metern, einen Rotordurchmesser von 162 Metern und die Gesamthöhe bis zur Spitze der Rotorblätter betrage 247 Meter.
Für die weiteren Planungen bezüglich des Transportes der Anlagen und des Bauablaufs sei der Projektträger EnBW verantwortlich und kooperiere dabei „eng mit unserem Stadtbauamt und dem Forst“, so Gauger abschließend.