Keine Überraschung mehr: Tom Pokel war der große Wunschkandidat der Frankfurter bei der Trainersuche und ist nun zurück in der DEL. Foto: Eibner

Nach einem dreiviertel Jahr ist ein großer Coach zurück in der DEL. Tom Pokel hat bei den Löwen eine große Herausforderung vor sich. Tom Rowe dürfte bald wieder arbeiten.

Er ist zurück in der DEL: Die Löwen Frankfurt haben ihren Wunschkandidaten Tom Pokel (58) bekommen. Der frühere Straubinger Erfolgscoach übernimmt das Amt von Tom Rowe, der vor wenigen Tagen nach einem insgesamt enttäuschenden Saisonstart der Hessen (Drittletzter, 15 Punkte) entlassen worden war.

 

Tom Pokel ist den Schwenningern noch bestens in Erinnerung, als die Wild Wings sich im Play-off-Viertelfinale der Saison 2023/24 mit den Straubing Tigers über sieben Spiele lang einen Krimi lieferten. Außerdem war der Trainer früher von 2001 bis 2002 bei den Neckarstädtern an der Bande tätig.

Schweiz-Pläne erst einmal auf Eis gelegt

Pokel schrieb in knapp acht Spielzeiten in Straubing eine große Erfolgs- und Entwicklungsgeschichte. Im Februar diesen Jahres wurde er allerdings entlassen, weil die Tigers-Verantwortlichen befürchteten, das Team könne den Play-off-Einzug nicht schaffen.

Tom Pokel hatte immer den Wunsch, als Trainer in der Schweiz zu arbeiten. Aber bis heute klappte es mit seinem Ziel nicht. Zuletzt war der 58-Jährige ohne Club. Als die Anfrage aus Frankfurt kam, musste Pokel nicht lange überlegen. Allerdings steht er bei den Löwen vor einer großen Herausforderung. Nicht nur der Klassenerhalt ist gefährdet, auch die Mannschaft muss mittelfristig personell umgebaut und runderneuert werden.

Löwen-Sportdirektor Jan Barta wird nach der Trainerverpflichtung wie folgt zitiert: „Tom Pokel kennt die Liga wie kaum ein anderer Trainer und hat bewiesen, dass er einen Standort erfolgreich und stetig entwickeln kann. Genau diese Erfahrung ist jetzt wichtig, um mit seinen Impulsen die gewünschte Entwicklung der Mannschaft voranzutreiben.“

Tom Rowe

Tom Rowe hingegen dürfte nicht lange ohne Job bleiben, sondern wohl zeitnah beim Zweitligisten Kaufbeuren aufschlagen – die Allgäuer hinken mit dem aktuellen zwölften Platz hinter den Erwartungen hinterher. An diesem Donnerstag haben sich deshalb die ESV-Verantwortlichen Todd Warriner getrennt. Tom Rowe gilt beim Traditionsclub nun als Top-Kandidat.