Der kleine, aber feine Tumringer Weihnachtsmarkt fand am Freitag und Samstag im altern Kern des Dorfes rund um den Güggelbrunnen statt.
Am Samstag gegen 18 Uhr herrschte eine solche „Drugedde“ (alemannisch für großen Besucherandrang), dass fast kein Durchkommen mehr war. Die Schlange am Stand der Feuerwehr, die Grillwürste und Glühwein verkaufte, wurde immer länger, und auch die anderen Stände waren begehrt.
Am Stand der Tumringer Güggel gab es Raclette und verschiedene Getränke, der FV Tumringen bot Kartoffelsuppe mit oder ohne Wurst, Arancini (frittierte und gefüllte Reisbällchen) sowie Glühgin, der mittlerweile wohl an keinem Weihnachtsmarkt mehr fehlen darf, an.
Wer erst einmal auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk oder etwas Schönem für sich selbst war, hatte eine große Auswahl an verschiedensten, selbst gemachten Sachen vor sich. Es gab selbst gestrickte bunte Mützen und Socken, Kinderschuhe, Seifen und Kerzen in allen Farben, Formen und Größen. An einem anderen Stand gab es selbstgebastelte Halsketten, umstrickte Kleiderbügel oder Weihnachtsgestecke.
Nachhaltigkeit auch bei Weihnachtsgeschenken
Das man aus alten, eigentlich ausgedienten Dingen schöne und dekorative Dinge machen kann, sie also wieder „upcyceln“ und zum Beispiel einen alten Hobel wieder zu einem Nutzen verhelfen kann, anstatt ihn wegzuwerfen, zeigte ein Stand mit viel Kreativität und Sinn für Schönes. Natürlich gab es auch einen Stand mit vielen verschieden gestalteten Weihnachts- und Neujahrskarten.
Überhaupt wurden alle Stände von Privatnutzern betrieben, weshalb viele eine ganze eigene Originalität besitzen. „Das Schöne an den Weihnachtsmärkten ist ganz klar die ganze Atmosphäre mit den vielen Lichtern, schönen Dingen an der Ständen und natürlich auch das Treffen und Glühwein trinken mit Freunden oder Nachbarn, die man im Alltag zwar auch hin und wieder sieht und grüßt, aber meist nur einen kurzen Small Talk hält. Und hier in Tumringen ist es, natürlich vor allem wegen des schönen, alten Dorfkerns und der gemütlichen Atmosphäre, besonders heimelig“, finden Gudrun und Hans-Jörg aus Lörrach. Nicht fehlen durfte die festliche Weihnachtsmusik, die dieses Jahr unter anderem von Mitgliedern des Musikvereins Adelhausen gespielt wurde, die einen guten Draht zu den Tumringer Organisatoren des Weihnachtsmarkts haben.
Musikalisches Programm kommt bei Besuchern an
Auch sonst konnte sich das Programm sehen und hören lassen. Am Freitag spielte Thomas Bürgin am Akkordeon Lieder zum Mitsingen, danach spielte das Saxofon-Ensemble des Musikvereins Brombach. Am Samstag sangen die Kinder der Grundschule und des Kindergartens Tumringen Weihnachtslieder. Danach kam der Weihnachtsmann und sorgte mit seinem Auftritt für glückliche Kinderaugen. Und so war dies wieder einmal ein schönes Fest der Gemeinschaft, und dies ohne jegliche negative Zwischenfälle.