Mehrere Feuerwehren aus Sulz und Umgebung waren nach einem Unfall in Fischingen gleichzeitig am Neckar im Einsatz. Oberste Prämisse: der Schutz der Umwelt.
Zu einem Feuerwehreinsatz beim Schottwerwerk in Fischingen ist es ist es am Fasnetsmontag um 5.45 Uhr gekommen. „Durch einen technischen Defekt an einem Blockheizkraftwerk ist Heizöl aufs Werkgelände gelangt“, informiert Fabian Herkommer auf Nachfrage unserer Redaktion.
„Da zunächst unklar war, ob Betriebsstoffe in den Neckar gelangt sind, wurden entsprechende Kontroll- und Vorsorgemaßnahmen eingeleitet“, schreibt die Feuerwehr Sulz in einer Mitteilung.
Einsatz am Freibad in Horb
So habe die Abteilung Dettingen nach Rücksprache des Einsatzleiters vom Dienst mit der Feuerwehr Sulz den Neckar im Bereich Dettingen auf mögliche Verunreinigungen kontrolliert.
Die Abteilung Mühlen, Horb-Stadt und Talheim bereiteten ihrerseits im Bereich des alten Freibads Horb das Einbringen der Ölsperre und eine mögliche Aufnahme von Betriebsstoffen vor. Schließlich wollten die Einsatzkräfte eine mögliche Umweltkatastrophe vermeiden.
Ölsaugsperre am Mühlbach
Doch dann kam glücklicherweise die Entwarnung. „Es ist kein Heizöl in den Fluss gelangt, so dass also auch keine Gefahr für die Umwelt bestand“, erläutert Herkommer. Seine Kollegen der Abteilung „Gewerbe und Umwelt“ seien mit den Ermittlungen betraut, die aktuell noch liefen.
Erst vor kurzer Zeit war die Feuerwehr in Bergfelden im Einsatz. Dort waren größere Mengen Heizöl in die Kläranlage gelangt. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass geringe Mengen in den Mühlbach gelangen könnten, wurde schließlich entschieden, in einem ruhigeren Bereich des Mühlbachs eine Ölsaugsperre einzubringen.
Umweltschutz für 284 000 Euro
Auch in Fischingen waren Gewässerverunreinigungen bereits ein Thema. Um zu verhindern, dass aufgrund der rostenden Leitungsbrücke am Sportplatz Abwässer in den Neckar gelangen, wird die Metallkonstruktion im laufenden Betrieb saniert werden.
Die Gesamtkosten für diese Maßnahme liegen bei gut 284 000 Euro, wie im vergangenen Ausschuss Technik und Umwelt bekannt wurde. Doch dieses Geld wolle die Stadt gerne in die Hand nehmen, gehe es doch um den Schutz der Pflanzen, Tiere und Menschen am Neckar.