Nach zehn Jahren im Amt hat sich der bisherige Kommandant der Mappacher Feuerwehr nicht erneut zur Wahl gestellt. Eine Rolle spielte hier auch das Thema „Standortkonzept“.
Mappachs Feuerwehrkommandant Stephan Brunner stand nach zehn Jahren nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.
Er begründete seinen Schritt damit, dass er „einfach amtsmüde“ sei, und ihm die Zeit fehle, „das Amt auszuführen wie man es sollte“.
Der „bürokratische Irrsinn“ werde immer mehr, beklagte der scheidende Kommandant bei der Generalversammlung. Dies mache es immer schwieriger, Führungspositionen neu zu besetzen, aber auch generell Leute zu finden, die sich in der Feuerwehr engagieren wollen.
Der Zeitaufwand sei einfach viel zu hoch, hielt Brunner fest. So habe das Thema „Standortkonzept“ schon sehr an den Nerven gezerrt, und es sei auch kein Geheimnis, dass er „kein 100-prozentiger Verfechter dieser Lösung“ sei.
Kritik an „Standortkonzept“
Das Standortproblem sei momentan das größte Problem der Ortsteile, welche zusammengelegt werden sollen, meinte Brunner.
Er war der Meinung, dass die Verwaltung und der Gemeinderat „hier gefühlt leider keinerlei Interesse oder Engagement zeigen, dass endlich mal etwas vorwärts geht“. Im vergangenen Jahr sollte der Standort Nord festgelegt werden, es sei aber nichts passiert, und im Standort Ost sei man auch nicht weitergekommen, lautete die Kritik.
Appell an Wehrleute
Brunner appellierte dennoch an alle Wehrleute, bei aller Skepsis hinsichtlich des Konzepts, „bei der Stange zu bleiben“. Austritte aus der Wehr seien nicht die richtige Lösung.