Der Bauausschuss Steinen hat sich dafür ausgesprochen, PV-Anlagen auf dem Areal der Wasserversorgung Hägelberg zu installieren.
Der Bau- und Umweltausschuss hat am Dienstag beschlossen, eine Elektro-Firma aus Maulburg mit den Arbeiten für die PV-Anlage für die Wasserversorgung Hägelberg zu beauftragen. Der Auftrag hat ein Volumen von gut 75 000 Euro. Die Mittel für die Maßnahme sind im Haushalt 2025 enthalten.
Die Wasserversorgung Gumbistbaum (Hochbehälter) und das Meret-Oppenheim-Schulzentrum gehören zu den größten Stromverbrauchern in Steinen, wie Klimaschutzmanager Ronny Buth erläuterte. Sie verbrauchen mehr als 100 000 Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr. Bei einem Preis von 30 Cent/kWh kommt man so auf jährliche Kosten von 30 000 Euro. Ronny Buth, Dietmar Thurn, Wassermeister Axel Grether und ein Mitarbeiter der Elektrofachplaner EPS Flöss haben sich das Gelände angeschaut und entschieden, zukünftig Strom mittels einer PV-Anlage zu erzeugen.
80 Prozent weniger Stromverbrauch von außen
„Dadurch haben wir 80 Prozent weniger Strombezug von außen“, sagte Ronny Buth. Umgestellt wird auch die Zeit, wenn die Pumpen angestellt werden, um den Trinkwasserspeicher zu füllen. Bisher liefen sie ab 21 Uhr, weil man glaubte, abends sei der Strom billiger. Nun sollen sie dann eingeschaltet werden, wenn die Sonnenlast am höchsten ist, was in der Regel gegen 13 Uhr der Fall ist.
Viel Platz für Neubauten
Der Ausschuss befürwortete auch eine Bauvoranfrage bezüglich der Errichtung eines Doppelhauses und eines Einfamilienhauses (jeweils zweieinhalbgeschossig) in der Reifhalde 7 in Steinen. Das Grundstück bietet mit 3582 Quadratmetern ausreichend Platz für die Neubauten. Ein unterhalb gelegenes Gemeindegrundstück könne nicht bebaut werden aufgrund von Altlastverdachtsfällen, sagte Bauamtsleiter Patrik Riesterer. Die Neubauten können über die Straße „Reifhalde“ erreicht werden. Der Bauherr muss nun in seinem Bauantrag die erforderlichen Kraftfahrzeug-Stellplätze nachweisen.
Befürwortet wurde nun auch ein Bauantrag, der der Bau eines Schwimmbeckens und die Erweiterung der vorhandenen Terrasse am Wohnhaus beinhaltet. Für die Überschreitung der nördlichen Baugrenze beim Terrassenanbau um bis zu 2,26 Meter wurde eine Befreiung erteilt, da die Abweichung städtebaulich vertretbar ist und die Grundzüge der Planung nicht berührt werden. Die Terrasse schließt mit der nördlichen Flucht des Wohngebäudes ab. Der Pool befindet sich innerhalb des Baufensters.
Der Befreiungsantrag für die doppelseitige, beleuchtete Werbeanlage an der Daimlerstraße 1 im Industriegebiet wurde mehrheitlich befürwortet. Die Baurechtsbehörde hat die Gemeindeverwaltung darauf hingewiesen, dass die Werbeanlage kein Nebenanlage ist. Sie wird selbstständig betrieben und ist als Hauptanlage anzusehen. Daher muss sie innerhalb der Baugrenze errichtet werden.
Die SPD stimmte bei der Abstimmung gegen den Befreiungsantrag. Almut Steyer bezeichnete die Anlage als „Lichtverschmutzung“.