Auch in Villingen-Schwenningen ist Wohnraum knapp. Das Baugebiet Lämmlisgrund ist bereits lange geplant – und kann jetzt umgesetzt werden.
Der Gemeinderat hat jetzt den Bebauungsplan Lämmlisgrund beschlossen. Die Fläche liegt im VS-Zentralbereich und umfasst rund elf Hektar.
Das sind deutlich weniger als ursprünglich vorgesehen. Denn im Lämmlisgrund wollte die Stadt rund 27 Hektar bereit stellen. Die Verhandlungen mit Grundstückseigentümern verlief allerdings nicht so wie erhofft, so dass Abstriche an der Dimension gemacht wurden. Das Plangebiet befindet sich im mittleren Zentralbereich zwischen den beiden großen Stadtbezirken Villingen und Schwenningen. Im Osten grenzen die Europaallee und das Wohngebiet Schilterhäusle an, im Westen der Weg „Am Lämmlisgrund“.
Geplant sind nach Angaben der Stadt etwa 525 Wohneinheiten. „Bei einer durchschnittlichen Belegungsdichte von zwei Personen je Wohnung ist perspektivisch mit rund 1000 neuen Einwohnerinnen und Einwohnern zu rechnen“, heißt es auf Anfrage der Redaktion. Der Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung final beraten worden. Danach erfolge die Ausfertigung und die amtliche Bekanntmachung. Mit der Bekanntmachung tritt der Bebauungsplan in Kraft.
Ein Baubeginn durch Bauträger und Investoren sei erst möglich, wenn die Erschließung mit Straßen, Kanal, Nahwärme, Wasser und weiteren Medien hergestellt ist. Die Erschließung ist Bestandteil der laufenden Haushaltsberatungen. Der Verkauf der Baugrundstücke starte, sobald die Erschließungsarbeiten absehbar sind. „Angesichts der Größe des Areals wird die Aufsiedlung der rund elf Hektar mehrere Jahre in Anspruch nehmen.“
Mischgebiete vorgesehen
Geplant ist eine Mischung aus Geschossbau bis hin zu Einfamilienhäusern. Darüber hinaus sind Mischgebiete vorgesehen, in denen Wohnen und nicht störendes Gewerbe nebeneinander möglich sind. Außerdem: In Gebäuden mit mehr als zehn Wohneinheiten sollen mindestens 30 Prozent der Wohnfläche für den öffentlich geförderten Mietwohnungsbau reserviert werden.
Verkehrlich ist das Gebiet an die Europaallee angebunden, wobei eine mögliche spätere Anbindung an den Nordring ebenfalls geprüft wurde. Eine Reihe von Grünflächen sind vorgesehen, für das gesamte Gebiet ist für die Gebäude ein Flachdach mit Dachbegrünung festgesetzt.