Holger Siegel (von links), Thomas Bornheim und Mark Finnern während des Heilbronner KI-Festival, als Finnern Thomas Bornheim getroffen und ihn in den Schwarzwald eingeladen hat. Foto: Finnern

Die KI-Impact Group Schramberg lädt am Dienstag, 11. November, von 18 bis 20.30 Uhr im Erfinderzeiten Museum zu einer Diskussionsveranstaltung zur Zukunft des Lernens ein.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Silicon Valley meets Schwarzwald“ und es diskutieren zwei renommierte Bildungsexperten.

 

Thomas Bornheim, ehemals Google Silicon Valley und Entwickler des KI Festivals, sowie Mark Finnern, 25 Jahre SAP und Host des „Future of Education“ Salons mit Bildungspionieren wie John Taylor Gatto, zeigen, laut Mitteilung, konkrete Ansätze, wie KI-gestützte Lernmethoden Bildung für alle zugänglich machen können.

KI als persönlicher Lern-Coach für jeden

„Die Technologie ermöglicht heute individuelle Förderung auf einem Niveau, das früher nur mit Privatunterricht möglich war“, erklärt Mark Finnern, Organisator der Veranstaltung und Gründer der KI-Impact Group Schramberg. „Wir wollen zeigen, wie KI jedem Lernenden – unabhängig von Herkunft oder Vorwissen – einen persönlichen Coach an die Seite stellt.“

Die Veranstaltung richtet sich explizit an Bildungsakteure, Unternehmer, Eltern und alle Neugierigen, die verstehen wollen, wie sich Lernen in den kommenden Jahren verändern wird.

Der Abend ist als Diskussionsveranstaltung konzipiert. Nach Schnellvorstellungen der drei Kernthesen – KI als persönlicher Lern-Coach, das Peer-Learning-Modell von 42 Heilbronn und die Entwicklung von Tech-Talenten im Schwarzwald – öffnet sich der Saal für die offene Diskussion mit allen Teilnehmern.

„Was wir zeigen werden, stellt vieles auf den Kopf, was wir über Bildung zu wissen glauben“, so Thomas Bornheim. Das Peer-Learning-Modell von 42 Heilbronn verzichtet komplett auf Frontalunterricht und Lehrkräfte – stattdessen lernen die Studierenden ausschließlich voneinander. „Das Modell produziert hoch qualifizierte Entwickler, die von Tech-Unternehmen händeringend gesucht werden.“

Offene Diskussionsrunde

In der offenen Diskussionsrunde soll erörtert werden, wie die Region Schwarzwald ihre eigene Tech-Talent-Pipeline aufbauen kann. „Wir haben hier eine jahrhundertealte Innovationstradition – von der Uhrenindustrie bis zu modernen Technologieunternehmen“, betont Mark Finnern. „Mit den richtigen Bildungskonzepten können wir junge Menschen direkt vor Ort zu gefragten Tech-Spezialisten ausbilden, statt sie nach Stuttgart oder München ziehen zu lassen.“

Thomas Bornheim leitete sieben Jahre lang Bildungsprojekte bei Google im Silicon Valley und ist Pionier des Peer-Learning-Ansatzes in Deutschland. Er entwickelte den KI Salon sowie das KI Festival in Heilbronn und leitet heute verschiedene Bildungsinstitute.

Vita von Mark Finnern

Mark Finnern verbrachte über 25 Jahre bei SAP und im Silicon Valley, hostet den „Future of Education“ Salon und arbeitet mit Bildungspionieren wie John Taylor Gatto zusammen. Gatto, dreimaliger „New York State Teacher of the Year“, kritisierte das traditionelle Schulsystem grundlegend und entwickelte alternative Bildungsansätze. Finnern hielt einen TEDx-Talk über „Five Ideas to Bring All of Our Schools Into the 21st Century“ und ist Gründer der KI-Impact Group Schramberg.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der „Make it“ in Schramberg Initiative der Wirtschaftsförderung Schramberg statt, die Innovation und technologische Entwicklung in der Region fördert.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist unter https://forms.gle/hkLpHbsbcYDWEC818 möglich.