Auf dem ehemaligen Firmengelände entsteht laut Bürgermeister Michael Ruf das „Juwel in der Perlenschnur der Gartenschau“.
Mit dem Spatenstich fiel der Startschuss für fünf Schaugärten im Bereich der Forbachgärten auf dem Gartenschaugelände. Neben vier Gartenbaubetrieben aus der Region beteiligen sich 20 Azubis mit einem eigenen Garten am Projekt.
Vertreter der beteiligten Firmen und des Azubiprojekts, aber auch Oberbürgermeister Adrian Sonder, Baiersbronns Bürgermeister Michael Ruf, Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen und Reiner Bierig, Geschäftsführer beim Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg (VGL BW), waren vor Ort, um den Startschuss gemeinsam zu geben und die Schaugärten, die dort in den kommenden Wochen und Monaten entstehen, auf den Weg zu bringen.
Aktuell befinde sich das Vorhaben sogar ein wenig vor dem Zeitplan, sagte Möhrlen. VGL-Geschäftsführer Bierig sieht das Projekt als eine tolle Möglichkeit für die „grüne Branche“, sich zu präsentieren und zu zeigen, was sie bewirken und bewegen kann. Die Betriebe zeigten mit ihren Gärten eine große Vielfalt. Ein Höhepunkt dabei sei der geplante „Azubi-Talentgarten“, an dem sich 20 Azubis aus zwölf Betrieben in der Region beteiligten. Geplant wurde dieser von der angehenden Landschaftsarchitektin Kim Hoss. Die Bauleitung übernimmt Fabian Roller, Ausbildungsbeauftragter der Region Nordschwarzwald.
Zehn auf zehn Meter groß
„Das Material haben unsere Fördermitglieder und Partner komplett gespendet“, betonte Bierig. Darüber hinaus werden die Firma Fahr Garten- und Landschaftsbau aus Dornstetten, der Betrieb Calmbach Gartendesign aus Loßburg, die Gartenbaufirma Schuler aus Freudenstadt und „Norbert Müller Gärten & mehr..!“ aus Haiterbach jeweils einen zehn auf zehn Meter großen Schaugarten übernehmen.
„Das ist der nächste Meilenstein auf dem Weg zur lange ersehnten Eröffnung“, sagte Bürgermeister Ruf. Das Projekt auf dem früheren Gelände einer Firma (Bürkle-Areal) habe schon immer im Fokus der Planung zur Gartenschau gestanden und stelle die Quintessenz dessen dar, was eine Gartenschau ermöglicht – nämlich die Transformation von Konversionsflächen, die man ohne Gartenschau vermutlich nie in den Fokus genommen hätte. Ruf sprach von einem „Juwel in der Perlenschnur der Gartenschau“.
Sitzgelegenheiten aus recyceltem Beton
Sonder betonte, dass inzwischen auch die Bevölkerung „angefixt“ sei, was die Gartenschau anbelangt. Was entstehe, sei nur möglich, weil viele – Landschaftsgärtner, Planer, Verband, alle Firmen und nicht zuletzt das Gartenschauteam – so gut zusammenarbeiteten.
Der „Azubi-Talentgarten“ startet bereits in der kommenden Woche. Er vereint modernen Charme von Beton und Cortenstahl mit ursprünglichen Elementen wie Sandstein, Holz und naturnahe Bepflanzung. Sitzgelegenheiten aus recyceltem Beton befinden sich ebenso im Garten wie Schwebestufen, Pfade und Sträucher mit prächtigen Blüten. Auch ruhige und sanft fließende Gewässer sind enthalten.
Die Schaugärten der Gartenbaubetriebe
Im „S’ Schwarzwaldgärtle“
der Firma Fahr sprudelt Wasser aus einem Quellstein und sammelt sich in einem Wasserbecken, an dem sich ein mit Schilf bedeckter Sitzplatz befindet. Holzschindeln an der Rückenwand sorgen für Schwarzwaldflair. Heimische Birken und Kiefern säumen den Weg.
Mit „Outdoor Living – Das grüne Wohnzimmer“
setzt die Firma Calmbach auf mehr Lebensqualität durch Erweiterung des Wohnraums in den Garten. Eine Pergola, Wasserspiele und eine naturnahe Bepflanzung gehören dazu.
Unter dem Motto „Herrliche Auszeit“
kreiert die Firma Müller eine Wohlfühloase. Dazu gehören ein integrierter Grillplatz, eine Bar, Tuffsteinmauern, duftende Kräuter, ein Badefass und Sichtschutz aus Stahl und Rundholz.
„Heimat genießen“
ist das Motto der Firma Schuler. Eine Besonderheit in diesem Garten sind Spiegelstelen, die die umgebende Landschaft durch Reflexion integrieren.