Das Vorstandsduo Martin Heinzmann (links) und Oliver Broghammer ist mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Foto: Tobias Lupfer

Trotz wirtschaftlicher Stagnation blickt die Volksbank Mittlerer Schwarzwald – beheimatet in Wolfach und der Raumschaft Triberg – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück.

Das Geschäftsjahr 2025? Ein bisschen wie die Osterwoche, verglich Vorstandsvorsitzender Martin Heinzmann bei der Bilanz-Vorstellung in Wolfach: Zu Wochenbeginn Sturm, Regen und Hagel – am Sonntag Sonnenschein zum Ostereiersuchen.

 

„So geht’s auch der Volksbank Mittlerer Schwarzwald. Für uns war das Jahr erfolgreich, bei wirklich schwierigen Rahmenbedingungen.“

52 593 Kunden und 31 288 Mitglieder zählte die Genossenschaft zum Jahresende 2025 – und seit 1. September neun neue Auszubildende sowie Duale Studenten, insgesamt damit jetzt 19.

„So viele Neue wie noch nie“, betonte Heinzmann. Die drücken zwar auch die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der 246 Mitarbeiter auf immer noch stattliche 19,4 Jahre. Bringen aber auch das Durchschnittsalter auf 43,9 Jahre. „Gut zwei Jahre jünger als der durchschnittliche Banker in Deutschland.“

Wachsen „ist gar nicht so einfach“

Gesamtwirtschaftlich trete Deutschland inzwischen seit sechs Jahren auf der Stelle. „In einer stagnierenden Wirtschaft als Bank noch zu wachsen ist gar nicht so einfach“, betonte Vorstand Oliver Broghammer: „Wenn niemand sich traut zu investieren, braucht niemand Geld.“ Dennoch habe es die Volksbank geschafft, „gute Zahlen zu bringen – auch im Risikoergebnis“.

Das bilanzwirksame Kundenkreditvolumen stieg auf 1,08 Milliarden Euro (+ 7 Millionen, 0,6 Prozent), das betreute Kundenkreditvolumen insgesamt auf 1,24 Milliarden Euro (+115,8 Millionen, 0,8 Prozent). Beim bilanziellen Kundeneinlagevolumen legte die Bank auf 1,18 Millionen Euro zu (+ 83,9 Millionen, 7,7 Prozent), das betreute Anlagenvolumen auf 2,17 Milliarden Euro (+ 115,8 Millionen, 5,6 Prozent).

1,55 Milliarden Euro Bilanzsumme

Das Plus von 5,6 Prozent beim betreuten Anlagenvolumen sei dem Stichtag geschuldet, das Jahr über liege der Wert eher bei plus drei Prozent – was aber nach wie vor gut sei, wertete Broghammer. Die Bilanzsumme klettert auf 1,55 Milliarden Euro. Die Zahl sei bankintern kein Gradmesser. „Aber natürlich freuen wir uns, dass wir jetzt wieder wachsen.“

Durch den Iran-Krieg seien die langfristigen Zinsen Ende Februar von heute auf morgen um 0,5 Prozent gestiegen. „Es werden dieses Jahr schon wieder die ersten Zinserhöhungen erwartet“, sagte Broghammer. 2025 aber sei das Zinsniveau insgesamt gesunken. Der Zinsüberschuss für 2025 liegt bei 24,65 Millionen Euro . Der Provisionsüberschuss von 11,78 Millionen Euro belege die „unglaublich starke Leistung“ der Bank bei Beratung der Kunden, unter anderem zu Vorsorge und Versicherungen. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt mit 1,04 Prozent in Relation zur Bilanzsumme. „Hervorragend“, betonte Broghammer: „Es wird immer einen geben, der besser ist – aber wir wollen besser sein als der Durchschnitt.“

Zufrieden und optimistisch

Für 2025 sei man „sehr zufrieden“, so das Vorstandsduo. Trotz aller Unwägbarkeiten ist Broghammer nach dem ersten Quartal für 2026 optimistisch: „Ich glaube, dass wir auch dieses Jahr wieder ein ordentliches Ergebnis schaffen sollten.“ Für die am 15. Juli in Schonach stattfindende Vertreterversammlung schlägt die Bank wieder eine Dividende von vier Prozent vor.

Volksbank 2025 in Zahlen

Bilanzsumme
:
1,55 Milliarden Euro (+ 68,6 Millionen oder 4,6 Prozent)

Betreutes Kundenkreditvolumen inklusive Verbundpartner
:1,24 Milliarden Euro (+ 10,4 Millionen oder 0,8 Prozent) Betreutes Kundenanlagevolumen inklusive Verbundpartner
: 2,17 Milliarden (+ 115,8 Millionen oder 5,6 Prozent) Neukreditgeschäft:
1027 Anträge mit Gesamtvolumen von 149,9 Millionen Euro (2024: 833 Anträge, Volumen 123,7 Millionen Euro) Bausparvertrags-Neuabschlüsse:
664 vermittelte Verträge mit Gesamtvolumen von 27,9 Millionen Euro (2024: 720 Verträge mit einem Volumen von 33,1 Millionen Euro) Wertpapierumsätze:
130,4 Millionen Euro (- 64,4 Millionen Euro) Eigenkapitalquote:
18,9 Prozent (2024: 17,7 Prozent)