Das Elterntaxi birgt Gefahr. Wir kommen gut alleine klar“. Mit einem klaren Auftrag nehmen die Grundschüler der Südstadtschule am Villinger Kinderumzug teil.
Derzeit pinseln die Erst- bis Viertklässler nicht nur eifrig Sprüche wie „Rollt das Elterntaxi an, rette sich wer kann!“ auf Plakate, sie schneiden, kleben und malen auch an Papp-Autos, die sie sich am Nachmittag des „Schmotzigen“ über die Schulter hängen und durch die Straßen der Villinger Innenstadt ziehen werden.
Alle zwei Jahre nimmt die Schule am Umzug teil, ein Rhythmus, den sich auch fast alle anderen zu eigen gemacht haben. Fünf Schulen und zwei Kindergärten sind diesmal wieder dabei und ergänzen den Nachwuchsreigen der Zünfte und Gilden.
Die zwei Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren (SBBZ) Christy-Brown-und Carl-Orff gehören an der Fasnet schon seit Jahren zum Stadtbild. Die einen feiern ihr 50-Jähriges mit einem großen Zirkus, die anderen kommen mit ihrem bekannten Schlachtruf „Carli – Carlo“ und werfen einen Blick in eine noch ungewisse Zukunft: „Wir ziehen bald nach irgendwo“.
Schwarzwaldmarie dabei
Die Gymnasiasten vom Romäusring nehmen sich den Megatrend der „Schwarzwaldmarie“ vor und die vom Hoptbühl das heikle Thema der Mediennutzung („Mama, Papa, ich bin zehn. Hab’ schon mehr als ihr geseh’n“). Als „Superhelden“ fallen die 125 Schüler und Schülerinnen der Goldenbühl-Gemeinschaftsschule ein.
Jedes Jahr dabei sind die Erdnüsse verteilenden Waldkinder mit ihrem Ruf „Waldi – Walda“ und erstmals auch die evangelische Kindertagesstätte Johannes, die als „Affenbande vom Warenberg“ in der Stadt einfallen wird.
Los geht’s um 14 Uhr
Am Donnerstag um Punkt 14 Uhr setzt sich der Kinderumzug am Amtsgericht zu Beginn der Niederen Straße in Bewegung, allen voran der Samen der Historischen Narrozunft in musikalischer Begleitung der Stadtmusik-Jugendkapelle.
Der Katzenmusikverein „Miau“ entsendet zusammen mit seinen Katzenkindern die Jugendkapelle der Stadtharmonie, die Glonkis, Hexen und auch die kleinen Vereine werden den Auftakt der Straßenfasnet einmal mehr lautstark und ausgelassen feiern.
Die Betonung liegt dabei auf „Nachwuchs“. Die Villinger Zuggesellschaft bittet auch in diesem Jahr darum, dass so wenige Erwachsene wie möglich beim Villinger Kinderumzug mitlaufen.