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Villingen-Schwenningen Trotz Negativergebnis in Corona-Quarantäne

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Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden habe das Paar sofort einen Corona-Test gemacht. (Symbolbild) Foto: Balk

VS-Schwenningen - Ziemlich verärgert ist ein Paar aus Schwenningen nach seiner Rückkehr aus dem Spanien-Urlaub: Die beiden mussten sich für eine Woche quasi umsonst in Quarantäne begeben. Denn eigentlich lag das negative Corona-Testergebnis längst vor - es wurde ihnen nur nicht mitgeteilt. Die ganze Geschichte lesen Sie in unserem (SB+)Artikel. 

Zwei Wochen lang waren Anne S.* und Peter M.* zusammen im spanischen Malaga, um dort ihren Sommerurlaub zu genießen. Dann plötzlich wurde das spanische Festland sowie die Balearen zum Risikogebiet erklärt. "Wir haben uns noch überlegt, ob wir früher heim fliegen sollen, aber haben es dann gelassen", erzählt S. am Telefon gegenüber schwarzwaelder-bote.de.

Wie geplant flog das Paar also am Donnerstag, 20. August, zurück nach Deutschland. Am Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden angekommen, habe alles auch vorbildlich geklappt: Nach der Landung wurden die Passagiere gebeten, zur Abstrichstelle des Flughafens zu gehen, um einen Corona-Test zu machen. "Dort hat man uns dann gesagt, dass es etwa zwischen 24 und 72 Stunden dauert, bis das Ergebnis vorliegt. So lange sollten wir in Quarantäne", erzählt M.. 

Paar darf keinen zweiten Test machen

Gesagt, getan. Doch als am Samstag, 22. August, das Ergebnis immer noch nicht vorlag, fing das Paar an, sich Gedanken zu machen. "Wir haben immer wieder in die Corona Warn-App und die App "Mein Laborergebnis" geschaut, aber da kam nichts", sagt S.: "Irgendwann habe ich dann beim Gesundheitsamt angerufen, weil wir in Schwenningen einfach noch mal einen Test machen wollten. Das ging aber auch nicht, weil das Corona-Abstrichzentrum nicht mehr geöffnet war." Deshalb habe es das Paar am darauffolgenden Montag erneut versucht - jedoch erfolglos: "Weil wir schon länger als 72 Stunden wieder in Deutschland waren, durften wir uns nicht noch mal testen lassen. Das hat uns ein Arzt am Telefon gesagt", berichtet S.. 

Nur abwarten, bis irgendwann doch noch das Test-Ergebnis von der Abstrichstelle des Flughafens oder dem Labor kommen würde, wollten die beiden aber nicht. "Wir haben dann überall angerufen und Mails geschrieben, um an unser Ergebnis zu kommen. Die Kassenärztliche Vereinigung hat uns irgendwann von Stuttgart nach Karlsruhe weitergeleitet und die haben uns dann die Telefonnummer vom Labor gegeben", berichtet S..

Ergebnisse lagen seit Tagen vor

Und endlich hatten sie Erfolg: Das Labor hatte die Test-Ergebnisse der beiden bereits seit Samstag, 22. August, vorliegen, wie dem Paar am Donnerstag, 27. August, mitgeteilt wurde. Das stehe auch auf dem Dokument, auf dem der Negativbefund dokumentiert wurde. Dieses Dokument sei von dem Labor an die Abstrichstelle des Flughafens Karlsruhe/Baden-Baden gefaxt worden. Warum das Paar dann nicht gleich informiert wurde? "Hätten wir nicht überall angerufen, bis wir die Telefonnummer vom Labor hatten, säßen wir noch immer in Quarantäne", sagt S..

Dass es bei der Benachrichtigung der Test-Ergebnisse zu längeren Wartezeiten kommen kann, verneint die Kassenärztliche Vereinigung nicht. Kai Sonntag, Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bittet dabei um Verständnis: Die Pandemie habe auch die Labore völlig unvorbereitet getroffen. Diese seien zuvor meist nur an Arztpraxen angeschlossen gewesen. Nun müssen diese Patientendaten zahlreicher Menschen, die einen Corona-Test machen, verwalten und jedem einzelnen den Befund melden. "Dafür sind viele dieser Labore gar nicht ausgelegt", erklärt Sonntag. Außerdem nutzen noch nicht alle Labore eine der Corona-Apps, um den getesteten Menschen das Ergebnis mitzuteilen, erklärt der Leiter der Pressestelle weiter. "Einige machen das noch postalisch." 

Ein schwacher Trost für das Paar: "Wir verstehen, dass die Situation momentan schwierig ist", sagt Peter M.: "Für uns ist es auch in Ordnung, dass wir für das Gemeinwohl erst einmal in Quarantäne mussten. Aber wir mussten eine Woche lang zu Hause bleiben, nur weil man uns das Testergebnis nicht weitergegeben hat." Mit der Stellungnahme der Kassenärztlichen Vereinigung sei das Paar nicht zufireden. Welche Auswirkungen die Quarantäne für sie in beruflicher Hinsicht hat, ist noch unklar. 

*Die Namen wurden von der Redaktion geändert.

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Cornelia Spitz

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