Aggressivität und Spielfreude waren im Ligaspiel des HBW gegen Coburg der Schlüssel. Foto: Kara

Im Viertelfinale des DHB-Pokals tritt der HBW Balingen-Weilstetten beim HSC Coburg an. Spielbeginn ist am Mittwoch um 19.30 Uhr. Wer das Duell der Zweitligisten gewinnt, darf im April 2025 zum Finale nach Köln.

Ein Quäntchen Losglück hat den Galliern eine historische Möglichkeit im DHB-Pokal eröffnet: Im Viertelfinal-Duell der Zweitligisten mit dem HSC Coburg kämpft die Mannschaft von Trainer Matti Flohr um den Einzug in das Final4 in Köln, das am 12. und 13. April 2025 gespielt wird.

 

Ein Zweitligist wird es schaffen

Ein Zweitligist wird also sicher zum Premium-Event des deutschen Clubhandballs reisen und sich mit den ganz großen Teams messen. Für den HSC Coburg wäre es ebenfalls eine Premiere. Seit der Saison 1997/98 stand kein Zweitligist mehr im Halbfinale um den deutschen Handball-Pokal.

In der Kölner Lanxess Arena treten die vier verbliebenen Mannschaften des laufenden Pokalwettbewerbs zunächst in zwei Halbfinals gegeneinander an. Die Sieger spielen in der größten Handball-Arena Deutschlands um den Pokalsieg. Die Verlierer dürfen vor sicher atemberaubender Atmosphäre um Platz drei spielen.

Historische Chance

Für den HBW ist es also ein ganz besonderes Spiel in Coburg, das im laufenden Wettbewerb in eigener Halle bereits mit dem TVB Stuttgart und dem TBV Lemgo Lippe zwei Erstligisten eliminierte.

Ende Oktober gastierte der HSC Coburg am 12. Spieltag der 2. Handball-Bundesliga in der Sparkassen Arena. Beim 35:25 hatten die Gallier klar die Nase vorn. Doch der Pokal hat ja bekanntlich seine eigenen Gesetze. Einen klaren Favoriten gibt es somit nicht.

Generalprobe hat keine Aussagekraft

Dabei haben sowohl der HSC Coburg, als auch die Gallier eine misslungene Generalprobe auf die Platte gelegt. Während die Gastgeber gegen den HSC Nordhorn-Lingen verloren, musste sich der HBW beim TSV Bayer Dormagen mit 37:39 geschlagen geben.

„Das Spiel war in den Köpfen drin“

Zahlreiche Fans des HBW Balingen-Weilstetten werden die Mannschaft nach Oberfranken begleiten. „Wir gehen das mit riesigem Elan an. Nachdem was sich die Mannschaft in den beiden bisherigen Pokalspielen erarbeitet hat, ist es jetzt möglich den entscheidenden Schritt zu gehen“, sagt Matti Flohr und weiter: „das Spiel war in den zurückliegenden Wochen immer in den Köpfen drin.“ Die Partie in Coburg sei jetzt ein Bonusspiel. Es werde ein ganz anderer Auftritt von Coburg werden. „Da wird viel Präsenz, Aggressivität und Intensität drin sein. Coburg zuhause ist eine ganze andere Mannschaft als auswärts“, weiß Flohr. In der Saison 2016/17 stand der HBW letztmals im Viertelfinale , unterlag aber im baden-württembergischen Derby den Rhein-Neckar Löwen deutlich mit 25:32. „Jetzt haben wir wieder die Möglichkeit, das Final4 zu erreichen. Es wäre eine tolle Sache für den Verein, das Ticket für Köln zu lösen. Das ist es für Coburg auch. Beide Mannschaften werden alles in die Waagschale werfen, um sich diesen Traum zu verwirklichen“, so Flohr.