Die Nagolder Orgelwallfahrt begeisterte mit Vielfalt und ökumenischem Miteinander.
Musik, Bewegung und Begegnung – die 34. Nagolder Orgelwallfahrt führte zahlreiche Musikfreunde durch vier Kirchen der Stadt. An jeder Station erwartete die Besucherinnen und Besucher ein etwa 25-minütiges Orgelkonzert.
Den Auftakt in der Remigiuskirche gestaltete Fiona Podolski, Studentin an der Hochschule für Kirchenmusik Tübingen und ehemalige Orgelschülerin von Kirchenmusikdirektor Peter Ammer, mit modernen und klassischen Kirchenliedern, die sie in ein frisches, jazzig-poppiges Klanggewand kleidete.
In St. Peter und Paul präsentierten Waltraud Götz und Johannes Spyrka ein anspruchsvolles und zugleich stimmungsvolles Programm: Mit Werken von Robert Jones, Dietrich Buxtehude und César Francks Choral h-Moll sorgten sie für virtuose Farbigkeit und romantische Tiefe.
Zehnjähriger beeindruckt in der Stadtkirche
Weiter ging es zur evangelisch-methodistischen Friedenskirche, wo die kirchenmusikalische Praktikantin Annika Dautel gemeinsam mit Julian Heinz vierhändig und -füßig musizierte. Das Duo spannte den Bogen vom festlichen „Einzug der Königin von Saba“ bis zu ruhigen Bearbeitungen bekannter Abendlieder.
Den Abschluss bildete die Stadtkirche, in der der erst zehnjährige Orgelschüler Rafael Kiefner mit einem kurzen Werk von Johannes Matthias Michel beeindruckte. Albrecht Wacker ließ anschließend Johann Ludwig Krebs’ Präludium und Doppelfuge f-Moll eindrucksvoll erklingen und sorgte für einen kraftvollen Schlusspunkt.
Die ökumenische Veranstaltung diente einem guten Zweck: 875 Euro kamen für den geplanten Orgelneubau in St. Peter und Paul zusammen.