Beim Videodreh (stehend, von links): Nicole Wechlin, Kateryna Liednova, Maik Styrnol, Raphael Federer mit (vordere Reihe, von links) den Brüdern Felix Neumann und Till Neumann Foto: Lothar Schwark

Die deutsch-französische Band „Zweierpasch“ drehte ihren neuesten Videoclip zum Song „Grün, Schwarz, Blau“ am Ellbachseeblick, dem Mummelsee und an der Schwarzenbach-Talsperre.

So manch ein Spaziergänger wunderte sich unlängst, als ihm auf dem Kniebiser Verbindungsweg zur Aussichtsplattform Ellbachseeblick eine rappende Gruppe namens „Zweierpasch“ begegnete, begleitet von zwei Tänzerinnen und einem Kamerateam. Dort drehte die Band einen Videoclip für ihr neues Lied „Grün, Schwarz, Blau“, der den Schwarzwald in seiner Einzigartigkeit widerspiegelt.

 

„Zweierpasch“ ist eine deutsch-französische Hip-Hop-Band aus dem Grenzgebiet zwischen Freiburg, Kehl und Straßburg. Mit ihrem rebellischen Hip-Hop prägt die Band, die sich im Dezember 2012 gegründet hat und aus den Zwillingen Felix und Till Neumann besteht, die Szene auf ihre eigene Weise. Ihre Songs beschreiben die Sänger als international, intelligent und intensiv.

„Zweierpasch“ gab bereits Konzerte in Europa, Afrika und Asien, war 2017 „Freiburgs Band des Jahres“ und bekam im Pariser Außenministerium den Adenauer-de Gaulle-Preis verliehen. Die Band stand schon mit Udo Lindenberg und Nico Santos auf der Bühne. Kürzlich begeisterte die Formation bei einer Demonstration gegen rechts in Freiburg vor 35 000 Menschen. Mit der neuen EP „Two Tango“ sind die Musiker seit Februar auf Tour.

Kameramann Raphael Federer sorgte für die richtige Einstellung. Foto: Lothar Schwark

Neben Konzerten und Studiosessions leitet „Zweierpasch“ auch Bildungsprojekte. Mit jungen Menschen rappen die Musiker rund um den Globus zu Themen wie Politik, Geschichte und Umwelt und sehen sich dabei als Friedens- und Umweltaktivisten.

Der Reiz des Schwarzwalds in dreieinhalb Minuten

Wetterbedingt verschob sich der Dreh zum brandneuen Song „Grün, Schwarz, Blau“. Nun war es endlich so weit und durch den Kniebiser Wald tönte es: „Tiefe Täler und steile Berge, mein Baumkronenmeer, ganz bei mir, wenn die Luft nach Heimat schmeckt und das Panorama flasht.“ Der Schwarzwald und seine Natur liegt „Zweierpasch“ am Herzen. Stolz klingt es im Titel: „Peter Fox hat sein Haus am See, aber auch ich hab’ ein Haus am Berg.“ Und so heißt es im Liedtext auch: „Ich frag’ mich, warum in die Ferne schweifen, ich kann am Feldberg meine Sterne greifen.“ Den Reiz des Schwarzwalds möchte „Zweierpasch“ seinen Fans mit dem rund dreieinhalbminütigen Videoclip nahebringen.

Schaulustige beobachten die rappenden Brüder

Dafür war die Band nicht nur am Ellbachseeblick unterwegs, sondern auch am Mummelsee. Mit drei Booten wurde auf dem Wasser eine Sternenformation gebildet. Hier hatten die Tänzerinnen Nicole Wechlin und Kateryna Liednova ihren großen Auftritt. Von vielen Schaulustigen beobachtet, rappten die Zwillingsbrüder Felix und Till Neumann auf den Booten.

„Zweierpasch“ beim Videoclipdreh auf dem Kniebis Foto: Lothar Schwark

Der darauf folgende Dreh an der Schwarzenbach-Talsperre mit Lagerfeuerromantik und Hund Cocco rundete den Tag ab. Maik Styrnol und Raphael Federer – das Kamerateam – waren sich einig: „Einen schöneren Arbeitsplatz als den Schwarzwald kann man sich nicht wünschen.“ Die passenden Drehorte hatte Felix Neumann bei Wanderungen entdeckt.

Auftritt beim Dialogprozess „Popländ“

Am Freitag, 18. Oktober, tritt die Band in der Baden-Württembergischen Landesvertretung in Berlin beim Dialogprozess „Popländ“ auf. Ihr musikalisch-politisches Engagement bezeichnen die Sänger von „Zweierpasch“ als positive Rebellion.

Weitere Infos und Termine stehen auf der Homepage www.zweierpasch.com.