Der Zweckverband Keckquellen hat zentrale Aufträge für den Neubau des Wasserwerks vergeben. Der Spatenstich für das Millionenprojekt ist für Mai geplant.
Die Verbandsversammlung des Zweckverbands Keckquellen (ZVK) hat in ihrer Sitzung Anfang März im Hagestall Deißlingen zentrale Weichen für den Neubau des Wasserwerks Keckquellen gestellt. Das schreibt der Verband in einer Mitteilung.
Neben umfangreichen Vergaben für drei große Gewerke wurden auch Deißlingens Bürgermeister Ralf Ulbrich und SVS-Geschäftsführer Gregor Gülpen als Verbandsvorsitzender und stellvertretender Verbandsvorsitzender in ihren Ämtern einstimmig bestätigt.
Der ZVK hatte die Gewerke Tief‑, Roh‑ und Straßenbau, Verfahrens- und Prozesstechnik sowie EMSR‑Technik öffentlich ausgeschrieben. Projektleiter Daniel Oeschger hat der Verbandsversammlung den Ablauf und die Ergebnisse des Ausschreibeverfahrens detailliert erläutert. Nach der fachlichen Prüfung durch die BIT Ingenieure AG entschied die Verbandsversammlung die drei wichtigsten Gewerke zu vergeben.
24 000 Ökopunkte benötigt
Für die Erd-, Roh- und Straßenbauarbeiten fallen Kosten von rund 2,87 Millionen Euro an, für die Verfahrens- und Prozesstechnik rund 4,3 Millionen Euro und für die EMSR-Technik (Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik) rund 0,9 Millionen Euro.
Für das Bauvorhaben werden laut Vorgaben rund 24 000 sogenannte Ökopunkte benötigt. Jede Maßnahme zur ökologischen Aufwertung einer Fläche wird nach der Ökokonto-Verordnung Baden-Württemberg (ÖKVO) bewertet und in Ökopunkten erfasst, bei Bauvorhaben müssen entsprechende Kompensationsmaßnahmen erfolgen. Da nur Punkte aus der Raumschaft Deißlingen anerkannt werden, erwirbt der ZVK die erforderlichen Ökopunkte von der Gemeinde Deißlingen, heißt es in der Mitteilung.
Projektleiter Daniel Oeschger teilte im Rahmen des Vergabeverfahrens mit, dass die Baugenehmigung mittlerweile vorliegt und die Arbeiten planmäßig beginnen können. Bereits am 19. Mai 2026 wird der Spatenstich in Deißlingen erfolgen. Der Neubau des Wasserwerks Keckquellen gilt als ein zentrales Infrastrukturprojekt zur langfristigen Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der Region. Die Bauarbeiten sollen im Mai 2026 beginnen und bis März 2029 abgeschlossen sein.