Die Feuerwehr musste am frühen Donnerstagmorgen ins Lauterbacher Rathaus ausrücken. Rauch breitete sich über weite Teile des Gebäudes aus. Die Gründe.
Das Szenario war bedrohlich: Am frühen Donnerstagmorgen – noch vor 7 Uhr – wurde die Feuerwehr Lauterbach zu einem gemeldeten Kellerbrand im Rathaus alarmiert. Einer Person ist es zu verdanken, dass eine mögliche Katastrophe verhindert wurde.
Rauch aus dem Keller war beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Lauterbach, die unter der Einsatzleitung von Kommandant Bernd Haas stand, bereits deutlich wahrnehmbar.
Die erste Erkundung ergab laut Informationen der Feuerwehr, dass die Rauchentwicklung von der Pelletsheizanlage im Keller ausging. Diese ist übrigens nagelneu und wurde erst vor wenigen Wochen eingebaut.
Rauch im Gebäude
Vermutlich kam es am Zubringerschacht für die Pellets zu einer leichten Verpuffung, wodurch sich der Rauch über weite Teile des Gebäudes ausbreiten konnte. Ein offenes Feuer konnte nicht festgestellt werden.
Verpuffung entstanden
„Eine Brandschutztür hat einiges abgehalten“, zeigte sich Bürgermeister Jürgen Leichtle erleichtert. „Wir sitzen im Warmen und können ganz normal arbeiten“, gibt er am Vormittag Entwarnung. Es sei kein schwarzer Rauch entstanden, der Boden im Keller sei sauber.
„Wir haben großes Glück gehabt“, sagt Leichtle. Die kürzlich eingebauten vernetzten Rauchmelder hätten sich daher schon bestens bewährt und bezahlt gemacht.
Nachricht aufs Handy
Bauhofleiter Simon Kaupp erhielt über die Rauchmelder eine Nachricht auf sein Handy. Er eilte sofort ins Rathaus und alarmierte unverzüglich die Feuerwehr. Sonst hätte es sehr bedrohlich werden können, da zu dieser Zeit noch niemand im Rathaus war.
Die betroffenen Bereiche wurden von der Feuerwehr mittels Überdruckbelüftung entraucht. Die Pelletsheizanlage wurde zusätzlich mit einer Wärmebildkamera kontrolliert; es ergaben sich keine Auffälligkeiten. Die Anlage wurde vorsorglich außer Betrieb genommen und zur weiteren Überprüfung an eine Fachfirma übergeben, teilt die Feuerwehr mit.
Verletzt wurde niemand. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort. Die Feuerwehr Aichhalden war ebenfalls kurz vor Ort mit ihrer Führungsgruppe. Diese gehört auch zur AHL (Führungsgruppe Aichhalden, Hardt, Lauterbach). Aichhalden rückte allerdings kurz nach dem Eintreffen wieder ab.