Der Tunnel im Verlauf der B 463 ist seit Dienstagnachmittag wieder für den Verkehr freigegeben – zunächst im Probebetrieb, weshalb die orangenen Warnlichter an den Tunnelportalen leuchten. Foto: Benjamin Roth

Kaum ist der Tunnel in Laufen wieder geöffnet, kritisieren Autofahrer die Fahrbahn. Das sagt das RP Tübingen.

Seit Dienstagmittag rollt der Verkehr durch den Tunnel auf der B 463 bei Laufen. Die monatelange Umleitung, in weiten Teilen durch die Laufener Ortsdurchfahrt, fand damit ihr Ende. Eigentlich ein Grund zur Freude für die Pendler im Zollernalbkreis.​

 

Kaum wurde der Tunnel jedoch für den Verkehr freigegeben, gab es auch schon die erste Kritik von Autofahrern bezüglich der Fahrbahnbeschaffenheit. „Buckelpiste“, „Hoppelstrecke“ oder gar „Teststrecke für Geländefahrzeuge“ waren Kommentare, die unsere Redaktion erreichten. Kurzum: Die Fahrbahn wirkt für zahlreiche Autofahrer rau und uneben.

Spezieller Fahrbahnbelag

Das Regierungspräsidium Tübingen (RP), Projektträger der Instandsetzung der B 463 zwischen Balingen und Albstadt, erklärt auf Anfrage, warum einige Verkehrsteilnehmer den Fahrbahnbelag als aufgeraut wahrnehmen könnten. Im Tunnel in Laufen sei nämlich ein spezieller, aufgehellter Fahrbahnbelag verbaut worden. Ziel dieses Fahrbahnbelags sei das Erreichen einer höheren Helligkeit im Vergleich zu einem klassischen Straßenbelag.

Jene Aufhellung des Belags wird durch die Verwendung von helleren Materialien bei der Herstellung erreicht, heißt es aus dem RP. Und weiter: „Diese Bauweise erzeugt durch die verwendeten Materialien eine höhere Rauigkeit der Oberfläche im Unterschied zu klassischen Straßenbelägen, was von vielen Verkehrsteilnehmern als uneben und rau wahrgenommen wird.“

Strom sparen

Der ökologische Vorteil des verwendeten Fahrbahnbelags liege darin, dass so die Beleuchtungsintensität reduziert und in der Folge Strom eingespart werden könne. Neben der Erhöhung der Verkehrssicherheit im Tunnel könnten demnach auch die Unterhaltungskosten während der Nutzungsdauer reduziert werden. Unabhängig davon beobachtet das Regierungspräsidium Tübingen die Entwicklung des Straßenbelags.