Spendenübergabe in der Urbanskapelle: Das „Lumpenwagenteam“ übergibt dem Fördervereinsvorsitzenden Josef Wolf einen Scheck mit 1000 Euro. Foto: Wolf

Das Crowdfunding für die Sanierung der Urbanskapelle ist ein Erfolg. Seit Anfang Juli sind von über 50 Unterstützern mehr als 11 000 Euro zusammengekommen. So geht es weiter.

Noch haben Spender wenige Tage Zeit: Das Crowdfunding für die Sanierung der Urbanskapelle mit der Volksbank Hohenzollern-Balingen läuft bis zum 29. September. Der Förderverein ist mit dem Ergebnis der Aktion bereits zufrieden.

 

Zu Wochenbeginn standen 11 340 Euro von 56 Unterstützern unter dem Strich. Das Ziel – 10 000 Euro – wurde deutlich übertroffen.

Das heißt auch, dass die Volksbank – so das Versprechen der Crowdfunding-Aktion – das Projekt mit weiteren 5000 Euro fördert. „Und es kommen immer noch weitere Spenden dazu“, freut sich Josef Wolf, Vorsitzender des Fördervereins Urbanskapelle.

Für die Crowdfunding-Aktion hat der Förderverein Werbung gemacht: Flyer wurden verteilt, Überweisungsvordrucke vorbereitet und im persönlichen Gespräch Überzeugungsarbeit geleistet. So hat bisher jeder Spender im Durchschnitt 100 Euro für den Erhalt des Weilheimer Denkmals zur Verfügung gestellt.

Die jüngste Spende steht zwar nicht in direktem Zusammenhang mit der Crowdfunding-Aktion, ist dennoch ein willkommenes Zubrot für die anstehende Mammut-Sanierung. Das „Lumpenwagenteam“ um Volker Beck, bestehend aus zwölf Mitgliedern und vor allem an der Fasnet aktiv, übergab kürzlich einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Die Gruppe sorgt so mit ihren Auftritten nicht nur für gute Stimmung, sondern auch für den guten Zweck. Für den Förderverein um Josef Wolf ein „starkes Zeichen gelebter Dorfgemeinschaft“.

Spender sollen sehen, was mit Geld passiert

Wolfs Wunsch ist es, dass mit dem gesammelten Geld nun zeitnah gearbeitet wird. „Wir wollen den Spendern natürlich zeigen, was mit ihrem Geld geschieht.“ Zu tun gibt es in der 1728 gebauten Urbanskapelle genug. Mit den Spenden werden vorerst nur kleinere Renovierungsarbeiten wie die der Austausch der Fensterscheiben sowie die Reinigung und Restaurierung des Inventars – Stichwort Figuren und Bilder – möglich sein.

Für die nötige grundlegende Sanierung von Fundament bis Dach und Turm mit Glocke muss noch weitaus mehr Geld zusammenkommen.

Wie Ortsvorsteher Gerd Eberwein unserer Redaktion bereits im August erläuterte, muss das Fundament wegen Feuchtigkeit freigelegt werden, dazu löst sich der Putz an der Außenfassade bereits stellenweise. Der Dachstuhl ist an vielen Stellen marode, die Zugangstreppen und der Zugang im Außenbereich bedürfen ebenfalls einer Sanierung. Insgesamt um die 300 000 Euro dürfte eine Generalüberholung des Gebäudes kosten.

„Wir müssen noch einige Zeit Geld sammeln, wenn die Stadt nicht flüssiger wird“, gibt Fördervereins-Vorsitzender Josef Wolf zu bedenken. In der derzeitigen Haushaltslage erscheint es unrealistisch, dass das Stadtsäckel so viel Geld für die Urbanskapelle hergibt.

Ein weiteres Hindernis: Jede Sanierung muss denkmalkonform erfolgen. So auch die durch das Crowdfunding mögliche Arbeiten. Wolf hofft, dass zeitnah wenigstens ein Sanierungsfahrplan für das weitere Vorgehen erarbeitet wird.

Spenden werden zweckgebunden an Stadt gegeben

Wie passiert als nächstes? Die Spenden werden der Stadt zweckgebunden zur Verfügung gestellt. Die Sanierung erfolgt über das Bauamt. Wolf betont: „Wir als Förderverein möchten nach Möglichkeit mit Eigenleistung unterstützen.“ Damit die idyllisch am Kapellbuckel gelegene Urbanskapelle auch für künftige Generation ein Wahrzeichen Weilheims bleibt.