Der Gemeinderat Schliengen hat einer Reihe von Auftragsvergaben für den Neu- und Umbau der Grundschule Mauchen zugestimmt.
In Mauchen sind vor Ort die Spuren der ersten Vorbereitungsmaßnahmen für den Erweiterungsbau der Grundschule bereits sichtbar. Für den 20. März ist der offizielle Spatenstich geplant. Insgesamt 1,5 Millionen Euro stehen für den Neubau im diesjährigen Haushaltsplan bereit. Insgesamt sind 4,6 Millionen Euro für das Projekt veranschlagt.
Bauamtsleiter Andreas Kiesewetter hatte eine erfreuliche Nachricht: Bislang liegen die Ausschreibungsergebnisse unter den Kostenschätzungen. Was Timo Hemmer (FW) zur Frage veranlasste, ob dann auch die Planungskosten sinken würden, wenn die Baukosten insgesamt günstiger ausfielen. Sie machten immerhin rund 20 Prozent der Investition aus.
Die Tiefbaukosten jedenfalls fallen mit 193 600 Euro fast 39 Prozent günstiger aus als die Kostenschätzung. Die örtliche Firma Hiss Erdbewegungen & Transporte war auch im Vergleich zu den anderen drei Bietern bei Weitem die günstigste, vor allem weil sie den Erdaushub weiterverwende und ihn nicht entsorgen müsse, erläuterte Bauamtsleiter Kiesewetter auf Fragen aus dem Ratsrund. Kanalarbeiten und Baustellenzufahrt seien im Angebot enthalten, versicherte er auf eine Nachfrage von Mauchens Ortsvorsteher Hartmut Sommerhalter (SPD).
Rat stimmt zu
Grünes Licht hat der Gemeinderat auch für die Vergabe der Aufzugsanlage gegeben, die laut Kostenschätzung mit 65 500 Euro zu Buche schlagen sollte, nun aber von der Firma Krone aus Hannover für gut 46 700 Euro installiert werden soll.
Auch der Spezialtiefbau dürfte etwas günstiger vonstatten gehen als geschätzt: Von den vier Firmen, die zur Abgabe eines Angebots aufgefordert wurden, hat sich allerdings nur eine gemeldet. So gehen diese Arbeiten für 83 300 Euro an die Firma Kurt Moritz aus Illertissen. Alle Angebote wurden laut Kiesewetter vom Architekturbüro Lentz, Frings und Partner sowie von Fachplanern geprüft – auch in Hinsicht auf die Wirtschaftlichkeit.
Für die Elektro- und Roharbeiten laufen die Ausschreibungen noch. Um die Arbeiten dennoch zeitnah vergeben zu können, den Bauzeitenplan ebenso zu wahren wie die Frist, in der sich Betriebe an ihr Angebot halten, wird die Verwaltung ermächtigt, bei beiden Gewerke an den jeweils günstigsten Bieter zu vergeben. Voraussetzung ist allerdings, dass das Angebot den Nettoansatz in der Kostenschätzung nicht übersteigt. Andernfalls soll in der Gemeinderatssitzung am 26. März über die Vergabe beraten werden.
Verwaltung ermächtigt
Auf diesen Kompromiss haben sich Ratsmitglieder und Verwaltung geeinigt, denn nicht jeder im Ratsrund war mit dem ursprünglichen Vorschlag der Verwaltung einverstanden, die Ermächtigung auch bei einer 20-prozentigen Überschreitung des Kostenrahmens zu erteilen.
Thomas Sattler (FW) fand, es schade nichts, diese beiden Vergaben erst in der nächsten Sitzung zu entscheiden. In die gleiche Kerbe schlug auch Matthias Bundschuh (FW): Bei 1,5 Millionen Euro könne man auch vier Wochen zuwarten. Bodo Zimmermann (CDU) fand hingegen, man solle die Bindefrist der Firmen ernst nehmen. Letztlich stimmten alle anwesenden Ratsmitglieder dieser Lösung zu.