Der Gemeinderat hat die Pläne für den neuen Pflegepark abgesegnet. Der Abriss der ehemaligen Seniorenpflege, auf deren Gelände neu gebaut wird, erfolgt über einen Generalunternehmer. Foto: Marschal

Der Schömberger Gemeinderat hat den überarbeiteten Plänen für den neuen Pflegepark zugestimmt. Weil sich die Bedingungen in der Baubranche geändert haben, fallen diese kompakter aus als ursprünglich geplant. Baubeginn könnte im Frühjahr sein.

Gut zwei Jahre ist es her, dass die Seniorenpflege Schömberg geschlossen ist. Schon vor der Schließung stand fest, dass dort, am Ortsausgang in Richtung Ratshausen, ein neuer Pflegepark entstehen soll. Im Mai 2022 erteilte der Schömberger Gemeinderat den Plänen für den Neubau seine Zustimmung. Doch in der Zwischenzeit haben sich die Bedingungen in der Baubranche verändert und die Kosten sind gestiegen, was zur Folge hat, dass die damaligen Pläne heute weder realisierbar noch wirtschaftlich vermarktbar sind.

 

Daher hat das Augsburger Architekturbüro Mai die Pläne in Zusammenarbeit mit dem künftigen Betreiber, dem Servicehaus Sonnenhalde MSG GmbH mit Sitz in Engstingen überarbeitet und diese nun dem Gemeinderat zur Zustimmung vorgelegt.

104 Wohneinheiten und Tagespflegeplätze

Mai-Geschäftsführer Joachim Muscheid erläuterte dem Gremium, was sich im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen, die damals noch in den Händen eines anderen Architekturbüros lag, geändert hat. Unterm Strich werde der Neubau flächenmäßig reduzierter: Anstatt ursprünglich sieben Gebäuden sind nun drei Gebäudekomplexe vorgesehen, in denen 104 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe entstehen, für Einzelpersonen und Paare. Zusätzlich wird es 30 Gerontoplätze mit separatem Freibereich geben für Menschen, die eine intensivere Pflege und Betreuung erfordern. Ein großzügiger Gartenbereich lädt die Senioren zum Verweilen ein.

Vier Tagespflegen à 26 Plätze

Der Pflegepark umfasst vier Tagespflegen mit jeweils 26 Plätzen, die sowohl von den Bewohnern, als auch von externen Besuchern in Anspruch genommen werden können. Außerdem sind acht Betriebswohnungen geplant. Insgesamt sind 35 Parkplätze vorgesehen, die auf dem gesamten Gelände verteilt sind.

Da die neuen Pläne kompakter ausfallen, wird laut Muscheid weniger Fläche verbraucht. Diese stehe dann einer weiterführenden Nutzung – denkbar sei beispielsweise Physiotherapie oder ein Ärztehaus – zur Verfügung. „Doch das ist Zukunftsmusik“, betonte Muscheid.

Abriss erfolgt über einen Generalunternehmer

Nach dem positiven Beschluss des Gemeinderats wurde gleich am Folgetag die Baugenehmigung beim Landratsamt eingereicht. Muscheid hofft, dass es binnen drei Monaten grünes Licht von der Behörde gibt. Dann könne man nämlich in die weitere Planung einsteigen. Der Architekt rechnet damit, dass mit dem Bau der Anlage im kommenden Frühjahr begonnen werden kann. Zuvor müssen allerdings noch die Gebäude der früheren Seniorenpflege abgerissen werden, die seit zwei Jahren leer stehen und zusehens verfallen. Warum diese nicht schon längst dem Erdboden gleich gemacht wurden, wollten die Gemeinderäte wissen. Die Arbeiten würden an einen Generalunternehmer vergeben werden.

Muscheid rechnet mit einer Bauzeit zwischen 18 und 24 Monaten, sodass Anfang 2027 der Betrieb im Pflegepark aufgenommen werden kann.