Landrat Helmut Riegger zeigte sich zuversichtlich. Auch für die Arbeiten „Im Hau“, ein Abschnitt zwischen Calw und Althengstett, sei ein Abschluss des Verfahrens für Ende April in Aussicht gestellt worden. Bislang gibt es hier noch keine Genehmigung. Hintergrund ist wiederum der Artenschutz – in diesem Fall von seltenen Steinkrebsen.
Das Projekt Hermann-Hesse-Bahm, das räumte Calws Landrat Helmut Riegger in der jüngsten Zweckverbands-Sitzung ein, habe „seit ein paar Monaten nicht nur mit guten Nachrichten geglänzt“.
Auch die jüngsten Nachrichten – die überraschende Kostensteigerung um mehr als 40 Millionen Euro, der Fledermaus-Schutz in den Tunneln, der nochmals teurer wird – stellten da keine Ausnahme dar.
Über den Sommer seien aber auch „sehr, sehr, sehr viele Gespräche“ geführt worden, unter anderem mit dem Verkehrsministerium und dem Regierungspräsidium. Diese seien „durchweg sehr positiv“ verlaufen.
Minister steht auch in schweren Zeiten dazu
Landesverkehrsminister Winfried Hermann stehe nach wie vor, auch in schweren Zeiten, zur Hesse-Bahn. Eine solche Unterstützung „erfährt man selten“, meinte Riegger. Das Ziel, im Dezember 2025 Fahrgäste befördern zu können, stehe nach wie vor.
Der überwiegende Teil der Strecke scheint zuversichtlich zu stimmen, dieses Ziel erreichen zu können.
Holger Schwolow, Technischer Geschäftsführer des Zweckverbands, sprach von einem „sehr bauintensiven Sommer“.
Laut Sachstandsbericht dürften etwa die Gleisarbeiten mit Ausnahme des Abschnitts „Im Hau“ zwischen Althengstett und Calw bis zum ersten Quartal 2025 abgeschlossen werden. Die Bahnsteige würden noch gebaut. Auch an der Turmerhöhung am Calwer ZOB gehe es voran.
Genehmigung fehlt noch
Vielerorts gebe es darüber hinaus Restarbeiten zu erledigen; zudem fehlten noch unter anderem Schranken und Signalanlagen an den Bahnübergängen.
Was ebenfalls noch immer fehlt, ist indes die Genehmigung, „Im Hau“ bei Heumaden bauen zu dürfen. Auch hier geht es um den Schutz strengstens geschützter Tiere, in diesem Fall Steinkrebse. Damit das Verfahren abgeschlossen werden kann, braucht es eine Stellungnahme der EU-Kommission, die noch immer nicht vorliegt.
Im Februar stehe aber ein Erörterungstermin an, bei dem sowohl dieses Verfahren als auch jenes in Sachen Fledermäuse vorankommen soll. Die Planfeststellungsbeschlüsse seien für Ende April 2025 in Aussicht gestellt worden.