Peter Heinrich war leidenschaftlicher Motorradfahrer. Foto: Privat

Schramberg trauert um Peter Heinrich aus Sulgen, der am Mittwoch, 17. Dezember, im Alter von 69 Jahren plötzlich verstorben ist.

Erst im Juni ist der promovierte Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde nach 34 Jahren Tätigkeit in den wohlverdienten Ruhestand gegangen.

 

Heinrich war ein weit gereister Mann und freute sich auf Reisen mit seiner Frau und dem Wohnmobil durch Europa. Als HNO-Arzt war er seiner Heimat stets verbunden. Nach seinem Studium in Berlin behandelte er seit 1991 Patienten aus der Region Schramberg, in seiner Praxis in Sulgen und seit 2019 im Schramberger Medzentrum. Nicht selten nahm er auch Patienten aus dem Raum St. Georgen, Triberg und Furtwangen auf, als Praxen dort schlossen.

Erfolglose Suche

Schon vor Jahren hatte er den Stadtrat über seinen geplanten Ruhestand informiert, um einer Versorgungslücke vorzubeugen. Doch die Suche nach einer Nachbesetzung blieb trotz Heinrichs unermüdlichen Einsatzes erfolglos, was zu einem großen Verlust für die Stadt wurde. Sein Tod hinterlässt nun eine noch größere Lücke in Familie und Stadt.

Als Mitglied des Gemeinderats von 1999 bis 2019 für die Freien Wähler war Heinrich für pragmatische Lösungen und die zügige Abhandlung von Themen zu haben. Vor allem aber galt sein Engagement der ärztlichen Versorgung über seine Praxis hinaus. So war er ehrenamtlich als Arzt bei Wettkämpfen des Turn-Teams des TV Schiltach tätig. Auch bei seinen Hobbys als Taucher und Pilot legte er den Arztkittel nicht ab und war Tauchmediziner und Fliegerarzt.

Touren mit dem Motorrad

„Sein Leben war gefüllt mit Lebensfreude und Abenteuern“, so die Familie. Als Motorradfahrer ging er auf Touren mit seiner Harley-Davidson, mit den Skiern war er in den Bergen und den Kirchenbach ist er als neunfacher Da-Bach-Na-Fahrer runtergefahren. Auch zuhause hatte er Projekte. Zum Beispiel die Eisenbahn, die Heinrich im Garten aufgebaut hat, sorgte für Begeisterung bei ihm und allen Besuchern.

Heinrich wurde 1956 in Hanau geboren und wuchs mit drei Schwestern in Sulgen auf, wo er bis zuletzt wohnte. Bereits während seiner Schulzeit am Schramberger Gymnasium lernte er seine Frau Gida kennen. Gemeinsam haben sie drei Söhne und zwei Enkelkinder.

Seinem Familien- und Freundeskreis bleibe er als aufopferungsvoller Arzt und Freund, Bastler und als liebevoller Ehemann, Bruder und Vater in Erinnerung. Auch sein Humor und die scharfen Gewürze, die er auf jedes Essen streute, würden nun fehlen.

Die Trauerfeier findet am Freitag, 9. Januar, um 11 Uhr auf dem Friedhof Sulgen statt.