Wie gehen Einsatzkräfte mit den Eindrücken um, die sie bei tödlichen Unfällen erhalten? Wir haben bei der Einsatzabteilung Schömberg der Freiwilligen Feuerwehr Schömberg nachgefragt.
Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B27 zwischen Schömberg und Neukirch ist am Sonntagabend eine 68-jährige Frau ums Leben gekommen, drei weitere Menschen wurden teilweise schwer verletzt.
Im Einsatz war auch die Feuerwehr Schömberg mit 30 Kräften. Sie waren beteiligt bei der Personenrettung, sicherten die Unfallstelle und leuchteten den Ort aus.
Für viele der Floriansjünger dürfte dies nicht der erste Einsatz gewesen sein, bei dem ein Mensch sein Leben verloren hat. Doch trotz allem kann ein solcher Einsatz im Nachgang die Rettungskräfte sehr beschäftigen. „Das gehört leider immer wieder zu unserem Job“, sagt Schömbergs Abteilungskommandant Lucas Mager.
Besatzungsinterner Austausch nach Einsätzen
„Wir haben gelernt, damit umzugehen.“ Dennoch verarbeiteten jeder Feuerwehrmann und jede Feuerwehrfrau Einsätze, bei denen ein oder mehrere Menschen ums Leben kommen, unterschiedlich.
Deswegen bestehe im Anschluss an jeden Einsatz besatzungsintern die Möglichkeit, das Gespräch mit den Einsatzleitern und Feuerwehrkollegen zu suchen, um sich über das Gesehene und Erlebte auszutauschen.
Wenn die Ereignisse die Rettungskräfte weiter beschäftigen, gebe es darüber hinaus verschiedene Angebote der Notfallseelsorge, auf welche sie zurückgreifen können, erklärt Mager.
Und weiter: Manchmal scheint nach einem Einsatz auch zunächst alles okay, und erst einige Tage später beschäftige das Erlebte die Feuerwehrleute.