Die Gartenschau Freudenstadt und Baiersbronn hat nun auch eine eigene Rosenzüchtung. Für die „Schwarzwaldrubin“-Rose gab es eine feierliche Taufe.
Zur Rosentaufe waren neben dem Züchter weitere Beteiligte, interessierte Gäste und Rosenfreunde gekommen. „Ein leuchtendes Rot, ein betörender Duft und eine außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit – die Gartenschaurose ‚Schwarzwaldrubin‘ ist nun das florale Symbol der Gartenschau“, sagte Heiko Klumpp, zuständig für Marketing und Kommunikation bei der Gartenschau.
Er war mit Ideengeber und hatte die Kontakte zu dem Rosenzüchter aus Steinfurth geknüpft. In Steinfurth hatte sich das Team den Rosenzuchtbetrieb angeschaut und sich für die „Schwarzwaldrubin“ als Gartenschaurose entschieden.
Vorstellung vor Jury
„Am Dienstag wird sie in Baden-Baden einer Jury aus Experten vorgestellt. Der Züchter hatte sie schon letztes Jahr eingereicht. Wir sind gespannt, ob es für die Gartenschaurose eine Auszeichnung gibt“, so Klumpp im Gespräch mit unserer Redaktion.
Bürgermeister Michael Ruf bezeichnet die neue Rosenzüchtung als Schönheit, die anspreche und durch ihre Robustheit auch in schwierigen Zeiten im Garten bestehen könne. Er dankte insbesondere Gemeindegärtner Nico Züfle, der sich nicht nur um die Gartenschau verdient gemacht habe, sondern auch eine Anerkennung für den von ihm angelegten Garten für die Gartenschaurose verdiene.
Rund 80 Pflanzen der neuen Züchtung, die auch für private Gärten angeboten wird, sind in dem Garten zu sehen. Gemischt mit Stauden ergeben sie ein schönes Bild, insbesondere wenn sie bald in der vollen Blüte stehen.
Ruf ging auf die gute Zusammenarbeit zwischen Baiersbronn und Freudenstadt ein und dankte allen Beteiligten für das gemeinschaftliche Mitwirken an der Gartenschau.
Blutrote Blüten
Cornelia Möhrlen, Geschäftsführerin der Gartenschau, dankte der Familie Dräger vom Rosenpark Dräger für die gute Zusammenarbeit. Rosenzüchter Jannik Dräger aus dem renommierten Rosendorf Steinfurth in der Wetterau informierte ausführlich über die Neuzüchtung.
Mit ihren blutroten, gefüllten Blüten, die einen Durchmesser von acht bis zehn Zentimetern erreichen, würde die „Schwarzwaldrubin“ die Blicke auf sich ziehen. „Die ‘Tal X‘-Rose ist eine sehr duftende Beetrose in einem Rot-Magenta-Ton, und sie ist eine meiner ersten Neuzüchtungen für mich als junger Züchter“, sagte Dräger.
Seit einigen Jahren sei er mit der Züchtung beschäftigt, dabei habe er besonders den Fokus auf einen intensiven Duft gelegt. Eine Züchtung nehme nur rund ein Jahr in Anspruch, die Testung der Rose könne jedoch bis zu zehn Jahre dauern, bis sie dann endlich marktreif sei.
Bürgermeister Michael Ruf taufte mit einer Flasche Sekt die Rose feierlich auf den Namen „Schwarzwaldrubin“. Dafür war eigens ein Rosenstrauß gebunden worden, der mit Sekt übergossen wurde.
Im Anschluss stand Dräger Rosenfreunden und Hobbygärtnern für Fragen zur Verfügung. Im Schaugarten auf der Gartenschau kann die Rose dann in ihrer vollen Blüte bewundert werden.