Das Foto zeigt (von links) Hanife Aydin, Sabine Kohler, Andrea Wohlgemuth, Sarah-Jane Freudenberger, Yagmur Derya Egritag, Vanessa Stierle, Miriam Ruoff und Andrea Perschke. Foto: Roland Stöß

Kindertagespflege bietet der Tageselternverein im Kreis in Kooperation mit dem Landkreis Calw an. Im Juli beginnt eine neue Qualifizierung.

Am Sitz des federführenden Diakonieverbandes Nördlicher Schwarzwald trafen sich fünf Frauen zu einer weiteren Unterrichtseinheit. Das Quintett wird in den nächsten Wochen und Monaten ein Qualifikationszertifikat zur Kindertagespflegerin erhalten. Bis es soweit ist, investieren Andrea Wohlgemuth, Sarah-Jane Freudenberger, Sabine Kohler, Hanife Aydin und Yagmur Derya Egritag über einen mehrmonatigen Zeitraum 300 Stunden, um demnächst ihre Dienste den Eltern anbieten zu können.

 

Für Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres

Es handelt sich um ein Bildungs- und Betreuungsangebot für Kinder von null Jahren bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres. Dabei steht eine individuelle und familiennahe Betreuung im Vordergrund und stellt für die Null- bis Dreijährigen eine anspruchsvolle und gleichwertige Alternative für Krippe oder Kindertagesstätte dar. Auch ist es für die Kindergarten- und Schulkinder als ergänzendes Angebot zur institutionellen Betreuung zu verstehen. Die Ausbildung der Tageseltern wird durch die Fachabteilung im Landratsamt begleitet.

Maximal fünf Kinder pro Tagesmutter

Die fünf Frauen zeigten sich begeistert und motiviert hinsichtlich des Ausbildungsprogramms, das sie kostenfrei absolvieren dürfen. Vorteile sehen die zukünftigen Tagesmütter auf mehreren Ebenen. Eine Tagesmutter – auch Männer haben übrigens die Möglichkeit, sich zu qualifizieren – darf höchstens fünf Kinder betreuen. So ist die individuelle, persönliche Zuwendung zum Kind garantiert.

Rücksicht auf persönliche Belange

Für die Eltern hat es den besonderen Reiz, dass auf persönliche Belange, etwa die Arbeitszeit, Rücksicht genommen werden kann. „Man ist eben nicht auf starre Kindergartenzeiten angewiesen“, wissen die Referentinnen Miriam Ruoff und Vanessa Stierle. Die eine ist frühkindliche Pädagogin, die andere gelernte Heilpädagogin. Perfekte Voraussetzungen, um den Frauen während der vorgeschriebenen 300 Unterrichtsstunden das Rüstzeug für eine gute Kindertagesmutter zu vermitteln. Eine Besonderheit für Interessierte: Pädagogische Fachkräfte können die Qualifizierung bereits nach 80 Unterrichtseinheiten abschließen. Die Maßnahme wird durch das Land Baden-Württemberg und durch den Landkreis Calw finanziert und kostet den zu Qualifizierenden nichts.

Andrea Perschke vom Tageselternverein zeigt einen Vorteil auf, den der Tageselternverein im Landkreis Calw bietet. Es sei die Begleitung und Vernetzung der Tageseltern untereinander. Diese sei wichtig zum „Wohle des Kindes“. Beim Tageselternverein, der mit dem Evangelischen Diakonieverband Nördlicher Schwarzwald Hand in Hand arbeitet, kann jeder Mitglied werden. „Eben, um diese Form der Kinderbetreuung zu stärken“, betont Andrea Perschke.

Weitere Informationen

Im Juli beginnt eine neue Qualifikationsrunde, die vom Landkreis und dem Land Baden-Württemberg finanziert wird. Auskünfte geben die Mitarbeiterinnen der federführenden Stelle im Landratsamt, Abteilung Jugendhilfe. Genaue Ausführungen zur Kindertagespflege sowie die Namen und Kontaktadressen der Ansprechpartner bietet das Landratsamt. Mehr Infos unter: www.kreis-calw.de/Service-Verwaltung/Verwaltung/Organigramm/Dezernat-4-Soziales-Jugend-und-Personal/Jugendhilfe/Fachdienste/Kindertagespflege