In einer intensiven Partie behielt die TSG Balingen die Oberhand. Foto: Kara

Die Bilanz bleibt perfekt: Auch im 14. Pflichtspiel der Saison geht die Mannschaft von Murat Isik als Sieger vom Feld. Einen großen Anteil daran hatte Doppelpacker Pedro Almeida Morais.

Der Wahnsinn geht weiter: Die TSG Balingen lässt sich auch vom Tabellendritten nicht aufhalten. 1013 Zuschauer, damit wurde die erhoffte vierstellige Marke erreicht, sehen einen 3:0-Sieg.

 

Im Vergleich zum Villingen-Spiel gab es drei Änderungen in der Startelf. Der zuletzt kranke Denis Latifovic kehrte ebenso wie Halim Eroglu in die Mannschaft zurück, zudem startete Egemen Sarikaya.

Pforzheim extrem kompakt

Gäste-Torjäger Konstantino Markopoulos gab mit seinem Kopfball in der 2. Minuten den ersten Versuch des Spiels ab – er brachte aber aus guter Position zu wenig Druck hinter den Ball. Auf der Gegenseite zog Eroglu aus 16 Metern ab, der Schuss wurde zum Eckball abgefälscht. Es war aber früh zu sehen, dass es ein ganz anderes Spitzenspiel als noch zwei Wochen zuvor gegen Mannheim geben wird.

Die Goldstädter spielten in einem klassischen 4-4-2-System unfassbar kompakt gegen den Ball. Zwischen den einzelnen Mannschaftsteilen gab es fast keinen Platz und speziell das von der TSG so gern bespielte Zentrum war extrem verdichtet. So sammelten die Hausherren zwar jede Menge Ballbesitz, aber nahezu keine Abschlüsse. Eroglu schoss nach einer Ecke technisch anspruchsvoll übers Tor (24.).

Früher im Spiel bot sich Pforzheim eine große Doppelchance: Nach einer Flanke von links scheiterte Robin Münst am überragend parierenden Dennis Klose, den Abpraller setzte Niklas Hofmeister aus kurzer Distanz über das Tor. Es sollte die größte Chance des 1. Durchgangs bleiben.

Hervorzuheben: Die Begegnung war unglaublich intensiv und teils auch hitzig. Schiedsrichter Niklas Pfau war sichtlich mit der Spielleitung beschäftigt und traf in einigen Zweikampfsituationen eher fragwürdige Entscheidungen.

Almeida Morais trifft sehenswert

In der 39. Minute klingelte es dann im Pforzheimer Tor. Ferdinand Schmidt spielte auf Höhe der Strafraumkante auf Pedro Almeida Morais. Dieser nahm den Ball mit einem Kontakt an und traf per Linksschuss platziert zur Führung. Das 1:0 war gleichzeitig der Halbzeitstand.

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich die Charakteristik des Spiels dann merklich. Der Gast ging mehr ins Risiko und so entwickelte sich ein deutlich offeneres Spiel. Die Intensität blieb aber gleichbleibend hoch und so mancher Fehlpass machte bei beiden Teams vielversprechende Ansätze zu Nichte. Nach einer Ubabuike-Flanke köpfte erneut Markopoulos – dieses Mal deutlich gefährlicher – doch Klose war zur Stelle (52.).

Wilde 20 Minuten

Turbulent wurde es in den letzten 20 Minuten. Eroglu versuchte es nach Hereingabe von Deininger mit einem Seitfallzieher, traf den Ball aber nicht richtig (72.). CfR-Akteur Yunus Emre Kahriman verpasste dann mit einem Schlenzer knapp das lange Eck (76.). Die beste Chance zum Ausgleich bot sich den Pforzheimern aber in der 79. Minute. Einen langen Ball über die Abwehrkette stoppte Salvataro Catanzano sehenswert herunter, brachte den Ball auch vorbei an Klose, jedoch nicht am ganz starken Kapitän Matthias Schmitz, der das Leder vor der Linie klärte.

Eine Minute wurde der kurz zuvor eingewechselte Silas Bader von Amney Moutassime mustergültig auf die Reise geschickt, scheiterte aber völlig blank an Keeper Elvin Kovac. Bei der darauffolgenden Ecke schnürte Almeida Morais nach Vorlage von Moutassime aber den Doppelpack. Der Schlusspunkt: Bader narrte nach Vorlage des ebenfalls eingewechselten Jan Ferdinands einen Gegenspieler und machte mit dem 3:0 in der 94. Minute den Erfolg perfekt.