Bei unter neun Grad haben sich die ersten Schwimmer ins Susolei-Becken getraut. Foto: Schwind

Das Susolei in Sulz hat seit Samstag geöffnet. Bei unter neun Grad Außentemperatur drehten die ersten Schwimmer ihre Runden.

Es ist kurz vor 8 Uhr, das Thermometer zeigt 9 Grad, die letzten Nebelschwaden verziehen sich Richtung Albeckhang und machen der Sonne Platz. Während die ersten Frühschwimmer das Sulzer Sole- und Freizeitbad bereits wieder verlassen, begrüßen Bürgermeister Jens Keucher und sein Erster Beigeordneter Hans-Peter Fauser die Badegäste mit Rosen und Duschgel in die neue Susolei-Saison.

 

Das verteilen von Brezeln, Sekt und Orangensaft lag wieder in den erfahrenen Händen von Jeanette Thumm vom Liegenschaftsamt. Derweil zieht vom Kiosk bereits ein einladender Duft in die Nasen. Auch in diesem Jahr werden Dusan und Tina Zabcic die Gäste kulinarisch verwöhnen.

Während Hans-Peter Fauser seinen ersten Sprung ins kühle nass wagt, schwärmt ein bestens gelaunter Bürgermeister im Gespräch mit unserer Zeitung über die Anlage.

Sole als Aushängeschild

Auch wenn das Susolei einen jährlichen Abmangel verursacht, stehe der hohe Stellenwert des Bades außer Frage. „Wir machen das alles nicht nur punktuell für Sulz, sondern auch für viele auswärtige Gäste – wie die vielen verschiedenen Kennzeichen während der Saison auf dem Parkplatz zeigen“, so Keucher.

Während etwa die Stadt Rottweil beim Bau ihres neuen Schwimmbades aus finanziellen Gründen die Sole in Frage stelle, nutze Sulz sein Solebad gerne als Aushängeschild – auch, wenn dies mit einem höheren Aufwand bei der Instandhaltung verbunden ist.

Die ersten Schwimmer drehen ihre Runden. Foto: Schwind

Nach den jüngsten Sanierungsmaßnahmen, etwa bei den Schwimmbadfliesen, seien auch die Bäume auf ihre Sicherheit überprüft worden, erklärte Klaus Jacobs. Er übernehme gerne die Frühschicht im Bad und sei bereits ab 6.15 Uhr an seinem Arbeitsplatz. Dank des Schwimmbad-Personals, den Stadtgärtnern und dem Werkhof zeige sich das Susolei von seiner besten Seite, freute sich Keucher.

Das Wasser wird im Sole- und Freizeitbad solarbeheizt, die Wärme wird hauptsächlich über Sonnenenergie erzeugt. Dadurch erreiche das Bad, laut Jakobs, dauerhaft Wassertemperaturen von etwa 26 Grad. Das war am ersten Tag mit rund 22 gemessenen Grad noch ausbaufähig.

Geöffnet hat das Susulei täglich von 8 bis 20 Uhr (mit Dauerkarte ab 7 Uhr). Weitere Infos: www. sulz.de