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Sulz a. N. In Krise die vielen Vorteile des Dorfladens erkannt

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Beate Bachmann (von links) und Gabi Scherer vom Ladenteam kümmern sich gern um die Belange der Kunden. Foto: Fahrland

Sulz-Sigmarswangen - Die Anstrengungen scheinen sich auszuzahlen: Über eine höhere Kundenfrequenz freuen sich die Verantwortlichen der Genossenschaft "Unser Laden" seit Beginn der Corona-Krise. Neben den Erlösen wuchs die Wertschätzung für das "größte örtliche Einkaufszentrum". Der Mindestwochenumsatz, der im Januar und Februar nicht erreicht werden konnte, wurde seither um bis zu 20 Prozent überschritten.

Das Vorstands-Duo Ursula Tropf und Erwin Hauser gibt sich keinen Illusionen hin, hofft jedoch inständig, dass immer mehr Mitbürger dauerhaft merken, wie wichtig "Unser Laden" für die örtliche Nahversorgung ist. Offenbar hätten viele die Vorteile erst in der Krise erkannt, als sie plötzlich zu Hause bleiben mussten. "Wir reißen uns fast ein Bein aus und sind natürlich erleichtert, wenn der Verkauf läuft und das Personal bezahlt werden kann", betont Aufsichtsrätin Monika Haller, die dem Laden durch das Nähen von Alltagsmasken 850 Euro spendete.

Alle Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt

"Unser Laden" habe sich rechtzeitig darauf eingestellt, Kunden und Mitarbeitern größtmögliche Sicherheit zu bieten, so Tropf. Eine Woche vor der allgemeinen Maskenpflicht in Sulz gab es Masken für das Ladenteam. Alle Abstands- und Hygieneregeln wurden umgesetzt. Die Kunden reagierten mit Geduld und Disziplin.

Die Frei-Haus-Belieferung, die in Sigmarswangen schon vor Corona angeboten wurde, gewann durch Quarantänefälle leicht an Bedeutung. Drei weitere Freiwillige erklärten sich zur Mithilfe bereit. Dennoch trauten sich die älteren Mitbürger allmählich wieder in den Laden, der vor den Lockerungen fast die einzige Möglichkeit für soziale Kontakte darstellte.

Ohne Sonderaktionen hätte Laden nicht überlebt

Doch auch von Sorgen blieb "Unser Laden" nicht verschont. Man hatte unter Lieferengpässen und höheren Kosten zu leiden. Bestellungen für Vereinsveranstaltungen sowie Lieferungen an Betriebe brachen weg, ebenso das Catering für zwei große Veranstaltungen. Ohne zahlreiche Sonderaktionen hätte der Laden die letzten Jahre nicht überlebt. Vor der Corona-Pandemie organisierten die Kümmerer lange Einkaufsnächte, Erdbeer- oder Kürbisfeste und einen Adventsverkauf. Dies muss nun durch höhere Umsatzerlöse ausgeglichen werden. Auch auf die alljährliche Spende der Interessengemeinschaft Maibaum im vierstelligen Bereich wird man infolge der Absage des Maifestes verzichten müssen.

Die für 19. Juni geplante Mitgliederversammlung wird nach Abstimmung mit dem Prüfungsverband verschoben. Angepeilt wird der 18. September, sofern es die Situation erlaubt. Näheres geben die Verantwortlichen rechtzeitig bekannt.

Im November wollte "Unser Laden" in einer größeren Veranstaltung auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Da momentan auch keine Vorbereitungen für ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm möglich sind, wird das Fest in das Jahr 2021 verschoben.

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