Maximilian Bitzer ist Geschäftsführer der Brand Boosting GmbH mit 19 Mitarbeitern in ganz Deutschland. Sein Handwerkszeug hat er an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen gelernt. Foto: Sebastian Schulze

Vor wenigen Jahren Student an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, heute Geschäftsführer einer E-Commerce-Agentur: Ein Blick auf die Karriere von Maximilian Bitzer.

Mit gerade einmal 25 Jahren führt Maximilian Bitzer heute die Brand Boosting GmbH – eine rasant wachsende E-Commerce-Agentur mit inzwischen 19 Mitarbeitern in ganz Deutschland. Dass seine unternehmerische Reise so früh begann, hat er nicht zuletzt seiner Verbindung zur Hochschule Albstadt-Sigmaringen zu ver-danken, wie die Hochschule in einer Pressemitteilung informiert.

 

2018, noch als Schüler an der Albstädter Walther-Groz-Schule, belegte er die Schüler-Uni im Bereich Wirtschaftsinformatik zum Thema E-Business. Dort entdeckte er seine Begeisterung für digitale Geschäftsmodelle: „Damals habe ich verstanden, wie Online-Handel funktioniert und welche Stellschrauben über Erfolg oder Misserfolg entscheiden“, sagt er. Sein Engagement blieb nicht unbemerkt: Maximilian Bitzer legte als Erster die Prüfung ab und erhielt sogar eine Sondergenehmigung, ein zusätzliches Modul an der Hochschule zu belegen. „Diese Unterstützung hat mich nachhaltig geprägt“, betont Bitzer. Prof. Dr. Nils Herda habe seinen Weg entscheidend beeinflusst – ohne ihn hätte er nicht die gleichen Chancen gehabt, erläutert Bitzer.

Während Abi gegründet

Nils Herda freut sich darüber, dass sein ehemaliger Schülerstudent heute so erfolgreich ist. „Maximilian Bitzer war schon damals außergewöhnlich zielstrebig, offen für Ratschläge und gleichzeitig beeindruckend eigenständig“, sagt er. „Er bringt das sprichwörtliche Gründergen mit – das hat man sofort gemerkt. Wir stehen bis heute in gutem Kontakt, und es freut mich sehr zu sehen, wie konsequent er seinen Weg geht.“

Noch während der Abiturphase gründete Maximilian Bitzer sein erstes Unternehmen – der Startschuss für die spätere Brand Boosting GmbH. Nicht alle reagierten damals überzeugt: „Meine Eltern haben gefragt, ob ich den Schuss noch ganz gehört habe“, erzählt er. „Viele haben das belächelt – bis klar wurde, dass es ernst wird und gut lief.“ Heute betreut die Agentur professionelle Onlineshops für mittelständische Firmen ebenso wie für große Marken. Ein Erfolgsfaktor: die konsequente Spezialisierung auf Shopify.

Fünf Tage für Onlineshop

Besonders prägend war die Zusammenarbeit mit der Firma Albstoffe und der Hochschule Albstadt-Sigmaringen während der frühen Phase der Corona-Pandemie. Innerhalb von nur fünf Tagen entwickelte Brand Boosting einen kompletten Onlineshop für das gemeinsame Projekt „Protect Me Loop“, eine Form der damals stark gefragten Alltagsmasken. „Der Shop hat binnen kürzester Zeit siebenstellige Umsätze erzielt – das war ein Schlüsselmoment“, berichtet Maximilian Bitzer.

Kooperation mit Rapper

Ein weiterer Höhepunkt ist die Kooperation mit dem Berliner Rapper Kontra K: Aus einem erfolgreichen Testlauf entstand ein gemeinsames Unternehmen, das heute Künstler sowie Großevents – beispielsweise „Rock am Ring“ – betreut.

Nach dem Abitur studierte der 25-Jährige zunächst Unternehmertum in Karlsruhe und baute parallel sein Unternehmen weiter auf. Für den Master kehrte er bewusst in die Region zurück und wählte den Studiengang Digital Business and Management an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. „Nach dem Bachelor konnte ich ein Unternehmen führen – aber ich wollte besser verstehen, wie digitale Geschäftsmodelle und KI wirklich funktionieren. Das Masterstudium hat mir genau das gegeben.“

Von Hochschule profitiert

Und auch wenn er selbst aufgrund der pandemiebedingten Auslastung keine Angebote der Gründungsförderung nutzen konnte, sieht er die Hochschule als zentralen Motor für die regionale Start-up-Szene: „Ich kenne viele Gründerin-nen und Gründer, die von Workshops, Netzwerken oder der Technologie-Werkstatt enorm profitiert haben. Die Hochschule spielt hier eine wichtige Rolle.“ Wer nicht nur Inhalte lernen, sondern echte Nähe zu Lehrenden, kurze Wege, gute Betreuung und ein Umfeld ohne Großstadtballast wolle, sei hier genau richtig. „Man kann sich voll auf das Studium und die Vorbereitung der eigenen Karriere konzentrieren.“