Das Jugendensemble des Musikvereins stimmte auf den Weihnachtsmarkt ein. Foto: Veronika Zettler

Beim Brombacher Weihnachtsmarkt bildet der Gemeinschaftssinn der Lörracher Ortsteilbewohner ein zentrales Element. Das zeigt sich auch an der Beteiligung.

Beim zweitägigen Brombacher Weihnachtsmarkt herrschte am Samstag schon zum Auftakt großer Andrang. „Wir sind nicht der größte und wir sind nicht der glitzerndste Weihnachtsmarkt“, sagte Ortsvorsteherin Silke Herzog bei der Eröffnung und hob zugleich hervor, was diese zwei Tage rund um das Schlössle so besonders macht: das Heimelige, das Familiäre.

 

Schöne Klänge und Lieder

Das Jugendensemble des Brombacher Musikvereins sorgte für die passenden Klänge, zudem stimmte eine Abordnung von Kindern der Hellbergschule mit Liedern wie „Jingle Bells“ und „Feliz Navidad“ auf das bunte Treiben ein, das sich zwischen den Ständen im Park unter alten Bäumen und Lichterketten entwickelte. Schnell wurde es eng auf den Wegen rund um das Schlössle.

Dass der Markt längst fest zum Lörracher Advent gehört, zeigte sich an den Gästen. Oberbürgermeister Jörg Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic schauten ebenso vorbei wie die Ortsvorsteher Horst Simon aus Haagen und Günter Schlecht aus Hauingen sowie etliche Ortschaftsrätinnen und -räte. Ebenfalls unter den Besuchern war Hans Schöpflin, der später selbst hinter einem Stand mithalf.

Handgemachte Unikate

Eine Besonderheit bleibt die strikte Beschränkung auf Selbstgemachtes. Hier gibt es keine Massenware, sondern Unikate und kreatives Handwerk: von den Mützen bis zu den Socken, von handgenähten Taschen bis hin zu ausgefallenen Upcycling-Ideen wie Uhren aus alten Schallplatten. Auch das Theater Bühneli, das im September nach Brombach auf das ehemalige Schöpflin-Areal umgezogen ist, präsentierte sich mit einem Stand. Vereine wie Feuerwehr und Musikverein waren ebenfalls vertreten, während ein Bücherflohmarkt bei der Bücherei besonders günstige Geschenkideen anbot.

Ganz bewusst hatten die Organisatoren den Fokus auf die jüngsten Besucher gelegt. „Wir wollen ein Familienmarkt sein“, betonte Silke Herzog. Dieser Anspruch wurde mit einem umfangreichen Kinderprogramm eingelöst: Vom Kinderschminken und Bastelangeboten beim Team des Jugendtreffs über ein Karussell bis hin zum Dosenwerfen war für jede Altersklasse etwas geboten.

Wer es ruhiger mochte, zog sich in den Sitzungssaal zurück, der – reich mit Kissen ausstaffiert – am Samstag in ein gemütliches Kinderkino verwandelt worden war, um am Sonntag Platz für Vorlesegeschichten zu machen.