Der Schopfheimer Seniorenrat hat sich zum letzten Mal getroffen. Ab Juli geht das Gremium im Schopfheimer Senioren- und Behindertenbeirat auf.
Hannes Schneider als Sprecher des Seniorenrates begrüßte rund 15 Gäste in der „Pflege - Sozialstation“ zur mutmaßlich letzten offiziellen Sitzung, zumindest in der bisherigen Form. Er übergab das Wort zunächst an Silke Weiß als Beauftragte der Stadtverwaltung für Rente, Soziales und Wohnungsbindung. Der Rat fusioniert nunmehr zum Senioren- und Behindertenrat, der bei der konstituierenden Sitzung am 6. Juli seine Arbeit aufnehmen wird. Vorangegangen war die Annahme und der Beschluss einer Satzung durch den Gemeinderat.
Fünf Personen werden vom Gemeinderat berufen
Der künftige Rat besteht nunmehr zum einen Teil aus einem begleitenden, beratenden Gremium, dessen Mitgliederzahl offen ist. Weiterhin besteht der Rat aus fünf stimmberechtigten Personen, die vom Gemeinderat berufen werden. Diese Beauftragten müssen verschiedene Kriterien erfüllen, etwa eine eigene Behinderung oder die Betreuung einer behinderten Person. Zudem gehören dem neuen Gremium drei Vertreter des Gemeinderats ohne Stimmberechtigung an, zwei Personen aus Stadtverwaltung ergänzen den Rat als nicht stimmberechtigte Mitglieder zur Koordination im Senioren- und Behindertenbereich.
Zehn Kandidaten hatten sich bei der Stadtverwaltung für den künftigen Senioren- und Behindertenrat beworben, berichtete Silke Weiß. Entlang einer Bewerbermatrix wählte eine Jury, bestehend aus der Seniorenbeauftragten Dagmar Stettner, Fachgruppenleiterin für Soziales, Kultur und Sport Tanja Zimmermann und Silke Weiß fünf Personen aus, die dem Gemeinderat nun vorgeschlagen werden.
Namen wollte Silke Weiß noch nicht nennen, da die Personen selbst erst kurzfristig noch von ihrem Vorschlag postalisch erfahren werden.
Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 16. Juni ab 18 Uhr werden die Personen dem Gemeinderat vorgestellt. Die konstituierende Sitzung des neugeschaffenen Rates erfolgt am Montag, 6. Juli.
Hannes Schneider zieht Bilanz
Hannes Schneider, Sprecher des aktuellen Seniorenrats, hob die Vorteile von Fusionierung und Neubegründung des Gremiums hervor. So entwickle sich der Seniorenrat vom Status einer Arbeitsgemeinschaft in ein Gremium, das beim Gemeinderat immerhin stimmberechtigt ist.
Hannes Schneider nutzte die Gelegenheit für eine Bilanz der bisherigen Arbeit des Seniorenrat. Dessen erste Sitzung war vor über acht Jahren, am 6. November 2018. In den Jahren seither fanden insgesamt 69 Sitzungen statt, so hatte Schneider anhand der Protokolle festgestellt. Drei Vorstandsmitglieder verstarben in dieser Zeit: Heinz Hess, Oliver Kröning und Günter Zabel.
Der aktuelle Vorstand besteht aus Hannes Schneider, Hubert Dreschler, Heinz Bernauer und Dagmar Stettner.
Listenmäßig hatte die Arbeitsgemeinschaft durchschnittlich rund 25 Mitglieder, hiervon waren etwa 15 Personen bei den meist monatlich stattfindenden Sitzungen anwesend.
Schneider sagte: „Über den Erfolg oder Misserfolg unserer Arbeit mögen andere urteilen“. Ihn selbst treibe die Aufgabe, sich für das Wohl der Schopfheimer Senioren einzusetzen. „Für unsere Arbeit braucht man gute Nerven und viel Durchstehvermögen“, so Schneider. Er appellierte an den Mitgliederkreis, weiterhin im begleitenden Gremium aktiv zu bleiben. Schneider wünschte sich, dass das beratende Gremium weiterhin mindestens vierteljährlich zusammenkommt und sich mit Bürgern, Senioren, Behinderten und Institutionen austauscht.