Die Stadtmusik Todtnau mit Dirigent Igor Guitbouit hat beim Jahreskonzert am Samstag ihr Publikum mit einer musikalischen Reise durch den Schwarzwald unterhalten.
Der Tubist Jannik Bode-Soava führte in die Werke ein. Zum Auftakt spielte die Stadtmusik den Marsch „Unter dem Grillenbanner“, der Teile der Walzer „Grillenbanner“ und „Accelerationen“ von Johan Strauss Sohn und „Freudengrüße“ von Josef Strauß beinhaltet.
„The Falls“, das zweite Stück, beschrieb den Weg des Wassers, ehe es in einem Wasserfall ins Tal strömt – passend zu den Todtnauer Wasserfällen. Bläserfanfaren zeichneten den rasanten Weg nach, den das Wasser über Gestein und Kaskaden nimmt, ehe es steil in den Abgrund fällt. Melodielinien führten die Zuhörer durch die mysteriöse und stürmische Wildness des Wasserlaufs.
Vom Wasser ging es in die Berge und zu „Mountain Wind“, das dem Publikum schöne Melodien und die Anmut eines Bergpanoramas präsentierte.
Hommage an die Bergleute
Das nächste Stück, „Night Birds“, war eine Hommage an die Arbeit von Bergleuten und erzählte über die Herausforderung ständig in einer dunklen Atmosphäre zu arbeiten. Das Orchester stellte in acht Sequenzen die Atmosphäre der Arbeit „unter Tage“ dar - vom mühsamen Abstieg bis zur gefährlichen Arbeit im Bergwerk. Das Stück begann ganz leise, um die Stille der Nacht zu verdeutlichen. Und da auch Bergbau zur Geschichte Todtnaus gehörte, passte dieses Stück einmal mehr zur Reise durch die Region.
Gefährlich ist auch die Fahrt eines Skifahrers, der sich Andrew Pearce in „The Skier“ widmet. Der Skifahrer muss in rasender Geschwindigkeit Tore passieren und dabei nicht von der Spur abkommen. Die Stadtmusik stellte diese Fahrt musikalisch abwechslungsreich dar.
Jubiläumsstück begeistert
Der zweite Teil des Konzerts war ebenfalls und noch verstärkter der Heimat gewidmet. Das Blasorchester spielte – beim Festakt zum Stadtjubiläum uraufgeführt – den „Bürstenmacher von Todtnau“ vom Schopfheimer Komponisten Markus Götz komponiert. Mitten im Stück stehen die Musiker auf, um Bürsten aneinander zu reiben – ein Stück also, das mit besonderen Effekten begeistert.
Dem Publikum gefielen auch das anschließende Potpourri mit „Schwarzwaldmelodien“ wie „O Schwarzwald, O Heimat“, „Schwarzwaldrundfahrt“, „Die Mühle im Schwarzwald“ und „Der Schwarzwaldmarie“, bei der das Publikum klatschte. Mathias Gronert hat eine „Schwarzwälder Festtagspolka“ komponiert, die den Schwarzwald-Teil krönte.
Im Programm stand auch das populäre Stück „Schifoan“ von Wolfgang Ambros und das „Walking in a Winter Wonderland“, das mit seiner fröhlichen Melodie und der heiteren Stimmung Vorfreude auf den Winter und die Freude an der Erholung im Schnee macht.
Als Zugabe spielten die 36 Musiker wie üblich „White Christmas“.
Die Stadtmusik Todtnau wurde bei ihrem Konzert von den Gastmusikern Leonie Daubmann, Ann-Kathrin Schneider, Michaela Simen (alle Querflöte), Marius Kiefer (Waldhorn), Marius Wagner (Posaune) und Nick Lorenz (Trompete) unterstützt.
Einige Solisten dabei
Sehr gut ins Orchester eingeführt hat sich Julian Steiert, der erst zwölf Jahre alt ist, aber den Eindruck vermittelte, dass er schon etliche Jahre mitspielt.
Mit Solo-Beiträgen hoben zum Beispiel Konstantin Bernauer (Saxophon) oder Leonie Daubmann (Querflöte) ihr Können hervor.
Nach dem Konzert verweilten die Zuhörer noch einige Zeit in der Silberberghalle, um sich an ihrem Preis bei der Tombola zu erfreuen.