Seit zehn Jahren träumt der SV Hasel von einem Kunstrasenplatz. Nun endlich konnte Vorsitzender Martin Schick die Gäste zum Spatenstich auf dem Fußballplatz begrüßen.
Neben Bürgermeister Frank-Michael Littwin und den Gemeinderäten hatten sich viele Bürger zum feierlich-freudigen Akt eingefunden
Die Perspektive Kunstrasen war immer präsent, obwohl, wie der Vorsitzende Martin Schick einräumte, die Tagesaktualität oft keinen Platz für Träume ließ. Maßgeblich für die Realisierung eingesetzt habe sich Kassierer Holger Trefzer, wie Martin Schick erzählte.
Ein Ort der Begegnung soll entstehen
Er kümmerte sich um die Finanzierung und machte aus dem Vereinsprojekt eine Dorfangelegenheit. „Ein Ort der Begegnung soll es werden, ein Ort, an dem Kinder spielen, Jugendliche ihre Freizeit verbringen, Mannschaften trainieren, Freundschaften entstehen und Gemeinschaft gelebt wird.“
Dies, eine Aufzählung aus der Rede des Kassierers, sind Ansprüche, die über das Kicken auf dem Kunstrasen hinausgehen – nicht am Schreibtisch geplant, sondern gemeinsam mit Bürgern und Jugendlichen aus dem Dorf erarbeitet. So entstehen neben dem Kunstrasenplatz eine Pumptrack-Anlage, eine Platte für das Tischtennisspiel sowie Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten – und zwar für alle Generationen. Der Anspruch: Hier soll ein Treffpunkt für Bewegung, Spaß und Gemeinschaft entstehen.
Ein Projektteam unter Vorsitz von Holger Trefzer hat konzipiert und mitgedacht. Im Projektboot sitzen neben dem Kassierer Vorsitzender Martin Schick, Schriftführerin Edith Geiger, Ehrenvorsitzender Gerhard Geiger und Tim Trefzer als stellvertretender Vorstand. Das Team hat die Planung vorangetrieben, die Bürgerschaft einbezogen und Jugendliche zur Mitarbeit motiviert.
Gesamtkosten liegen bei 450.000 Euro Kosten
Von den Gesamtkosten über 450.000 Euro übernimmt die Gemeinde rund ein Drittel, dazu sichert sie mit einer öffentlichen Bürgschaft das Vereinsdarlehen ab. Ein kommunales Engagement, das sich sehen lassen kann, dessen ist sich Vorstand Martin Schick bewusst. Ein großes Dankeschön ging denn auch an Bürgermeister Frank-Michael Littwin und die Mitglieder des Gemeinderates.
Der Traum des Vereins kam als Vorschlag im Juni des letzten Jahres ans Tageslicht. Bei der Vorstellung im Sportheim gab es viel Zustimmung, aber auch fragende Gesichter. Noch ist kein Jahr vorüber und schon wird symbolisch mit dem Spatenstich der alte Rasen abgetragen. Dazwischen lagen Planung und Finanzierung, Aufruf zu Spenden und Verkauf von Platzparzellen, über die sich die Spender einen virtuellen Teil des Rasens gutschreiben lassen können. Mehrmals stand der Kunstrasenplatz auf der Agenda des Gemeinderates. Martin Schick und Holger Trefzer, selbst Mitglied des Ratsgremiums, konnten überzeugen und aus den fragenden Gesichtern sind freudige Beteiligte geworden.
Großer Teil läuft über Spenden und Zuschüsse
Rund 300.000 Euro stemmt der Verein selbst. Der Badische Sportbund wird helfen. Der Verkauf von Parzellen und Spenden spülten bis jetzt mehr als 50.000 Euro in die Kasse des Vereins. Das Projekt findet auch über die Grenzen des Dorfes hinaus Wohlwollen. Matthias Senger übergab am Rande der Veranstaltung den Fairway-Förderpreis. Die Auszeichnung des SC Freiburg, der dafür zusammen mit Naturenergie Finanzmittel zur Verfügung stellt, tut gut und das sowohl finanziell als auch in der öffentlichen Beachtung und dem damit verbundenen Wohlwollen.
Passend zum Verein ist der Zeitplan für das Projekt sportlich: Schon in wenigen Wochen beginnt die Arbeit und zum Start in die Rückrunde des laufenden Jahres soll auf dem neuen Kunstrasen trainiert werden.