Der Spatenstich für das Pflegeheim „Haus an der Waldach“ ist erfolgt. Das neue Pflegeheim wird nach Fertigstellung 60 Pflegeappartements beherbergen.
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich fiel am Freitag der offizielle Startschuss für eines der bedeutendsten Bauprojekte der Gemeinde Waldachtal: Das „Haus an der Waldach“.
In prominenter Lage entstehen hier bis voraussichtlich Anfang 2028 moderne Pflegekapazitäten, die eine lang ersehnte Lücke in der lokalen Infrastruktur schließen. Bauherr und Geschäftsführer Jean-Marc Maier zeigte sich sichtlich erleichtert, dass das rund 16 Millionen Euro schwere Projekt nun in die Realisierungsphase geht.
Nach intensiven Vorbereitungen und der Überwindung finanzieller Hürden in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten könne man nun endlich loslegen. „Ein Projekt dieser Größenordnung hängt maßgeblich von der Zusammenarbeit ab“, betonte Maier und dankte insbesondere der Gemeindeverwaltung.
Brückenverbindung in den angrenzenden Kurpark
Das neue Pflegeheim wird nach Fertigstellung 60 Pflegeappartements beherbergen. Ein besonderes architektonisches Highlight des Plans von Landschaftsarchitektin Ulrike Kern ist eine direkte Brückenverbindung in den angrenzenden Kurpark. Diese soll nicht nur den Bewohnern den Zugang zum Grünen erleichtern, sondern auch eine direkte Anbindung an das Ortszentrum schaffen.
Maier hofft auf eine unfallfreie Bauzeit von etwa 18 Monaten, so dass das Richtfest bereits im April nächsten Jahres gefeiert werden kann. Bürgermeisterin Annick Grassi unterstrich in ihrer Ansprache die enorme Bedeutung des Bauvorhabens für die Gemeinde. Zwar lagen die Baugenehmigungen bereits seit drei Jahren vor, doch die komplexen Planungen – inklusive der Renaturierung der Waldach, die auch dem Hochwasserschutz dient – erforderte einen langen Atem. „Waldachtal hatte bisher kein Pflegeheim“, konstatierte Grassi. Die Bürgermeisterin verwies hierbei auf Erhebungen des Landkreises und ließ durchblicken: „Der Bedarfsplan sieht den Bau des Pflegeheims schon lange vor.“
Auch die Gemeinde führte Erhebungen mit dem Ergebnis durch, dass in der Vergangenheit viele Bürger über 60 Jahren den Ort verlassen mussten, wenn eine häusliche Pflege nicht mehr möglich war. „Es ist essenziell, dass unsere ältere Generation dort bleiben kann, wo sie ihr Leben verbracht hat.“ Durch die unmittelbare Nähe zum Rathaus, zu Apotheken, Ärzten und dem ÖPNV ist der Standort ideal gewählt. Grassi sieht in dem Projekt auch eine Chance zur Belebung des Zentrums: „Wir freuen uns schon darauf, vielleicht bald zum Mittagessen oder auf einen Kaffee zu den Senioren herüberzukommen.“
Zeichen für eine generationengerechte Zukunft
Mit dem Neubau setzt Waldachtal ein Zeichen für eine generationengerechte Zukunft und stärkt ebenso die soziale Versorgung im ländlichen Raum nachhaltig. „Es ist ein wichtiges, wenn nicht gar das wichtigste Projekt der nächsten Jahre“, stellte Bürgermeisterin Grassi abschließend fest.
Zum Spaten griffen: Jean-Marc Maier (Bauherr), Katrin Maier (Ehefrau), Lilly Maier (Tochter), Vanessa Hahn (Heimleitung - Unternehmensgruppe Maier), Selina Wolpert (Hauswirtschaftsleitung - Unternehmensgruppe Maier), Tanja Nestle (Heimaufsicht – Landratsamt), Serpil Yaman (Pflegedienstleitung - Unternehmensgruppe Maier), Ludwig Blum (Ortsvorsteher Lützenhardt), Annick Grassi (Bürgermeisterin), Franz Schweizer (Stellvertretender Bürgermeister), Ulrike Kern (Landschaftsarchitektin), Friedrich Großmann (Bauleitung), Friedrich Hassel (Ortsvorsteher Salzstetten), Alexander Hellstern (Firma Hellstern), Kai Öhrle (Firma Hellstern), Robert Haller (Firma Sieber), Andrea Haigis (Firma Sieber), Rainer Maier (Tragwerksplanung) und Elisabeth Enderle (Ortsvorsteherin Hörschweiler).