Mit einem symbolischen Spatenstich wurde der Breitbandausbau durch die OEW Breitband eingeläutet. Insgesamt sechs Kommunen sollen von der Digitalisierungsmaßnahme profitieren.
Mit dem symbolischen Spatenstich ist an diesem sonnigen Donnerstagvormittag offiziell der Startschuss für den Breitbandausbau im Cluster FDS 1 gefallen. Vor dem Landratsamt in Freudenstadt kamen Vertreter des Landkreises, der beteiligten Kommunen, der OEW Breitband, der Netze BW sowie der künftigen Netzbetreiber Sparkassen-IT und Stiegeler Internet Service zusammen, um den Beginn des Großprojektes zu feiern.
Profitieren sollen von dem Ausbau insgesamt sechs Kommunen im Ausbaucluster – Dornstetten, Empfingen, Glatten, Seewald, Schopfloch und Waldachtal. Dort soll künftig deutlich schnelleres Internet zur Verfügung stehen.
Zwar reiche die derzeitige Internetgeschwindigkeit vielleicht für das alltägliche Surfen, Googlen oder Streamen, doch in den Kommunen gebe es auch große Unternehmen, sogenannte „hidden champions“, die auf schnelles Internet angewiesen seien, erklärte Landrat Andreas Junt.
Schnelleres Internet für 3780 Haushalte im Kreis
Ermöglicht wurde der Glasfaserausbau im Rahmen des Graue-Flecken-Förderprogramms durch eine Kofinanzierung von Bund und Land. Dabei übernimmt der Bund 50 Prozent und das Land 40 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von rund 54,2 Millionen Euro. Die übrigen zehn Prozent werden durch Eigenmittel der OEW Breitband finanziert.
Ziel des Ausbaus ist die Erschließung von Gebieten mit Internetgeschwindigkeiten zwischen 30 und 200 Megabit pro Sekunde – den sogenannten „Grauen Flecken“. Insgesamt sollen dabei 3780 Hausanschlüsse mit gigabitfähigem Internet ausgestattet werden.
Gemeinsam in die digitale Zukunft des Landkreises
Der Breitbandausbau sei dabei nicht nur ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor, man gestalte gemeinsam auch die Zukunft des Landkreises Freudenstadt, erklärte Junt. Wie sehr der Erfolg des Projekts dabei von guter Zusammenarbeit abhänge, betonte Stefan Herzhauser, Geschäftsführer der OEW Breitband: „Es braucht viele gemeinsame Kräfte, damit dieses Projekt funktionieren kann.“ Wie viele Köpfe tatsächlich an dem Gemeinschaftsprojekt beteiligt sind, verdeutlichte auch der Spatenstich.
Insgesamt 24 Personen griffen zum Spaten, darunter neben dem Landrat auch Breitbandkoordinator Ralf Bohnet, Katharina Manthey vom Innenministerium, Oliver Simonek, Geschäftsführer des OEW Zweckverbands Oberschwäbische Elektrizitätswerke, Stefan Herzhauser, Steffen Ringwald, Geschäftsführer der Netze BW, Ingo Appuhn, Geschäftsführer der Sparkassen-IT, die Bürgermeister der beteiligten Kommunen sowie weitere Vertreter der Projektpartner.
Landrat Junt bat die Bürger bereits im Voraus um Verständnis für notwendige Straßensperrungen während der Bauphase – Bauen gehe nun einmal nicht ohne Sperrung. Man wolle jedoch versuchen, keine Straße zweimal öffnen zu müssen. Auch Herzhauser räumte ein, dass es im Verlauf des Projekts mit Sicherheit Herausforderungen geben werde, zeigte sich jedoch zuversichtlich, diese gemeinsam zu meistern.