Jana Fischer freut sich auf den Weltcup im chinesischen Dongbeiya. Foto: Snowboard Germany

Im chinesischen Dongbeiya steht die erst zweite Station des Snowboardcross-Weltcups auf dem Programm. Die Bräunlingerin Jana Fischer trotzt bei der olympischen Generalprobe der Kälte.

Es ist schon eine kuriose Snowboardcross-Saison: Die ersten Olympia-Tickets wurden bereits Ende November bei einem Europacup vergeben, danach mussten Jana Fischer und Co. bis Mitte Dezember warten, bis der erste Weltcup im italienischen Cervinia über die Bühne ging. Fischer, die schon das Olympia-Ticket in der Tasche hatte, belegte den 16. Rang.

 

Laut Fis-Homepage wurden die nach Dongbeiya geplanten Weltcups in Isola 2000 (Italien) und Gudauri (Georgien) gecancelt. Somit bilden die beiden Rennen im chinesischen Nordosten die Weltcup-Generalprobe für die Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo.

„Die Weltcups in Isola und Gudauri wurden abgesagt. Es geht jetzt im Anschluss nach Isola zum Europacup und dort wird dann auch trainiert. Danach wird weitertrainiert, um im Rhythmus zu bleiben“, gibt Annika Radtke, Pressesprecherin von Snowboard Germany, auf unsere Anfrage einen Ausblick auf die kommenden Wochen.

Ein vollgepackter und gut getimter Weltcup-Kalender in einer olympischen Saison sieht auf jeden Fall anders aus.

Das besondere Projekt

Dafür ist die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Italien umso perfekter. Die Verantwortlichen von Snowboard Germany haben dafür im Rahmen des Trainingscamps zum Jahresstart in Flachau (Österreich) die Startgerade der olympischen Snowboardcrossstrecke nachgebaut. Ziel des außergewöhnlichen Projekts war es, den Athletinnen und Athleten bereits Wochen vor den Olympischen Winterspielen möglichst viele Trainingsläufe auf dem entscheidenden Teil des Kurses zu ermöglichen – und so einen wertvollen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten.

Weltcup in China

Bevor es in Italien um die olympischen Medaillen geht, steht dem deutschen SBX-Team in Dongbeiya (China) noch ein Weltcup bevor – für einige ist es die letzte Chance für die Erfüllung der nationalen Olympianorm.

Während sich Leon Ulbricht, Jana Fischer und Martin Nörl bereits qualifizieren konnten, haben Kurt Hoshino, Julius Reichle und Niels Conradt am Wochenende noch einmal die Gelegenheit.

David Speiser, der Disziplintrainer Snowboardcross, lässt sich so in einer Mitteilung zitieren: „Das Team ist fit, alle sind gesund und wir kommen von einer sehr guten Trainingssession in Flachau. Der Kurs hier in China ist herausfordernd, die Strecke ist insgesamt eher kurz und auf der langen Zielgeraden kann nach hinten raus noch viel passieren. Es ist der letzte Wettkampf der olympischen Qualifikationsperiode, entsprechend werden alle hier alles geben, wer am Freitag die Qualifikation nicht fehlerfrei fährt, hat schlechte Karten. Aber wir gehen wie immer auf Vollgas, full send!“

Das sagt Jana Fischer

„Das erste Training war ganz in Ordnung. Es lag etwas Neuschnee“, ist Jana Fischer gut in China angekommen. Der Fokus gelte nun zunächst der Qualifikation. „Es soll zwar sehr kalt werden, wir sind aber sehr motiviert“, hofft die 26-Jährige, dass sie bei der Generalprobe für Livigno, dort geht es für die Boarderinnen und Boarderinnen um die olympischen Medaillen, viel Selbstvertrauen für ihre dann schon dritten Winterspiele sammelt. „Ich freue mich sehr auf Livigno. Das wird das Highlight des Jahres.“

Der Zeitplan

Freitag: Qualifikation Frauen (5.15 Uhr, MEZ). Samstag: Finale Frauen (6.23 Uhr, MEZ). Sonntag: Finale Frauen (6.23 Uhr, MEZ).

Der Weltcup-Stand

1. Lea Casta (Frankreich) 100 Punkte nach einem Rennen, 2. Michela Moioli (Italien) 80, 3. Josie Baff (Australien) 60, 4. Sina Siegenthaler (Schweiz) 50, 5. Eva Adamczyková (Tschechien), ... 16. Jana Fischer (SC Löffingen) 17.