Simon in Aichhalden
: Erfreuliche Nachrichten für Simon-Betek

Der Umsatz von Indus, der Muttergesellschaft von Simon in Aichhalden, erreichte Vorjahresniveau. Das Ergebnis ist wegen US-Zöllen, Exportkontrollen und dem Dollar geschrumpft.
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(red/pm)
Oberndorf
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Die Firmengruppe Simon in Aichhalden – sie gehört zur Indus-Holding, die jetzt ihre Halbjahreszahlen bekanntgab.

Wegner/Archiv

„Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sowohl in Deutschland als auch in wichtigen Exportmärkten litt im ersten Halbjahr 2025 unter der generellen Unsicherheit im Welthandel und den geopolitischen Krisen“, sagt Johannes Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Indus-Gruppe, der Muttergesellschaft der Aichhalder Simon-Gruppe. „Umso erfreulicher ist es, dass wir den Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau halten konnten. Unsere Gruppe schlägt sich gut. Steigende Auftragseingänge sorgen für Zuversicht.“

Im zweiten Quartal 2025 belebte sich das Geschäft der Gruppe, in einem schwachen Marktumfeld lag der Quartalsumsatz mit 434,2 Millionen Euro leicht über Vorjahr (429,0 Millionen Euro). Der Umsatz nach sechs Monaten erreichte mit 836,6 Millionen Euroannähernd Vorjahresniveau (839,1 Millionen Euro).

Das Ergebnis lag mit 56,1 Millionen Euro erwartungsgemäß unter Vorjahr (73,9 Millionen Euro). Als Gründe werden schwierige Rahmenbedingungen mit der protektionistischen US-Zollpolitik, den chinesischen Exportkontrollen und ein schwächerer Dollar angegeben. Der Auftragseingang erhöhte sich, vor allem getrieben durch das Segment Engineering, um 8,9 Prozent auf 901,4 Millionen Euro

Ergebnis pro Aktie

Das Ergebnis nach Steuern betrug zum Halbjahr 28,6 Millionen Euro (32,1 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie erreichte 1,13 Euro (1,21 Euro). Die Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2025 betrug 37,8 Prozent (31. Dezember 2024: 38,7 Prozent).

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Wachstumsstrategie

Seit Jahresbeginn hat die INDUS-Gruppe ihre Strategie Empowering Mittelstand über die Wachstumstreiber Akquisitionen, Internationalisierung und Technikkompetenz vorangetrieben.

Akquisitionen

Im ersten Quartal stärkten die Neuzugänge Kettler, HBS und Electro Trading das Portfolio. Im zweiten Quartal folgte der Präzisionsmetallfertiger Metfab als Ergänzungsakquisition für die Indus-Tochter M. Braun. Seit Juli 2025 erweitert der Abschalungsspezialist Trigosys das Produktportfolio der Beteiligung Betomax.

Internationalisierung

Die Zukäufe von Metfab und der HBS-Tochter Sunbelt bauen die Fertigungskapazitäten der Gruppe in den USA aus. Mit der schwedischen Electro Trading hatte Indus im Februar 2025 den ersten Zukauf in Skandinavien gemeldet. Auch die bestehenden Beteiligungen bauten ihr Auslandsgeschäft aus

Verbesserte Versorgungslage für Wolframcarbid

Gudrun Degenhart, COO Materials Solutions: „Unsere Segmentunternehmen hatten im ersten Halbjahr 2025 mit den Auswirkungen der protektionistischen Handelspolitik zu kämpfen. Die US-Zölle belasten mehrere Beteiligungen. Umso erfreulicher ist es, dass Betek die Auswirkungen der von China eingeführten Exportkontrollen auf Wolframcarbid durch umfangreiche Maßnahmen zu einem erheblichen Teil abfedern konnte.“ Vor dem Hintergrund der verbesserten Versorgungslage erhöht Indus die Umsatz- und Ergebniserwartungen im Segment: Für das Gesamtjahr erwartet der Vorstand nun nur noch einen leicht sinkenden Umsatz und ein weniger stark sinkendes Segmentergebnis.

Prognose 2025 bestätigt

Für das Gesamtjahr 2025 geht INDUS unverändert von einem Umsatz zwischen 1,70 und 1,85 Mrd. Euro und einem Ergebnis zwischen 130 und 165 Mio. EUR aus.