Landrätin Marion Dammann überreicht die Staufermedaille und Urkunde an Andreas Wießner. Foto: Verena Wehrle

Die Überraschung war groß: Alt-Bürgermeister Andreas Wießner wurde die Staufermedaille des Landes verliehen.

Es war eine Überraschung am Neujahrsempfang in Todtnau – nur wenige waren eingeweiht. Die Staufermedaille sei eine „ganz besondere persönliche Auszeichnung“ von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für Verdienste für das Land und das Allgemeinwohl, sagte Landrätin Marion Dammann bei der seltenen Verleihung.

 

Die Region geprägt

Über Jahrzehnte und mit „außergewöhnlicher persönlicher Hingabe“ sei Andreas Wießner, Alt-Bürgermeister von Todtnau, politisch aktiv gewesen. 24 Jahre habe er nicht nur die Stadt, sondern auch die Region, geprägt, so Dammann. Unter dem Slogan „Miteinander für Todtnau“ sei er 1999 in den Wahlkampf gestartet und habe diesen Slogan all die Jahre gelebt. In seiner Amtszeit bis 2023 seien 120 Millionen Euro in Todtnau investiert worden, unter anderem für die Eröffnung der Sommerrodelbahn, das Loipenhaus, die Wiederbelebung des Freibads und zum Abschluss auch für die Hängebrücke „Blackforestline“. Wießner fungierte in zahlreichen Ämtern und Funktionen – mit „Weitsicht, Organisationstalent und Einsatz“, so Dammann.

„Ihre Verdienste werden noch lange in Todtnau und dem Landkreis sichtbar bleiben“, betonte die Landrätin. Sodann gab es stehende Ovationen für den ehemaligen Bürgermeister.

Tränen in den Augen

Dieser zeigte sich sichtlich gerührt über die überraschende Auszeichnung und nahm mit Tränen in den Augen Medaille und Urkunde entgegen. „Sie sehen mich selten sprachlos, aber heute Abend war ich es“, sagte er später im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Staufermedaille ist eine äußerst seltene Ehrung des Landes. In ihren 14 Jahren als Landrätin habe sie diese nur etwa drei Mal überreicht, erzählte Dammann.