Christoph Luz übernimmt das Amt als Pfarrer in Vöhringen und Sigmarswangen. Foto: Vögele

Vöhringen und der Sulzer Teilort Sigmarswangen sind das Wirkungsstätten von Christoph Luz. Der junge Pfarrer hat gute Gründe für die Wahl der Pfarrstelle.

„Ich habe die Offenheit der Menschen gespürt“, berichtet Christoph Luz, der seit September Pfarrer der beiden Gemeinden Vöhringen und Sigmarswangen ist. Auch seine Pfarrkollegen empfand er als sehr offen ihm, dem Neuling, gegenüber. Das ist nur einer der positiven Aspekte, die den jungen Pfarrer beeindruckten.

 

Der 28-jährige Christoph Luz stammt aus Herrenberg. Sein Wunsch, Pfarrer zu werden, sieht er begründet in seinem Freundeskreis in den christlichen Jugendorganisationen. Die Jugendarbeit faszinierte ihn, „ man bekommt sehr viel zurück“.

Wort Gottes per Truck verkünden

Nachhaltig wirkte ein FSJ bei der Organisation „Jugend für Christus“. Schmunzelnd erzählt er von einem US-Truck, der zu einem Straßencafé umgebaut war. In ganz Deutschland waren sie erfolgreich damit im Einsatz für die Verbreitung des Evangeliums, sogar in der Schweiz und in Tschechien. Immer wieder „fühlte“ er seinen Konfirmationsspruch: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein“.

Veränderungsprozess der Kirche

Seine theologischen Studien führten ihn von Tübingen aus auch nach Leipzig und Heidelberg, immer mit dem Ziel, danach in einer Gemeinde tätig zu sein. Bereits im Studium lernte er den Veränderungsprozess kennen, dem die Kirche im Moment unterliegt. Nach dem zweiten Examen stieß er, auf der Suche nach einem passenden Wirkungsort in der Nähe von Herrenberg, auf Vöhringen.

Gemeinsam mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter gewann er den Eindruck: „Das passt“. Im Februar 2025 fühlte er sich bei einem Kennenlerntreffen mit dem Kirchengemeinderat bestätigt. Das offizielle Entsendungsschreiben vom Oberkirchenrat traf Ende Juli ein, und am 14. September wurde er durch den Dekan offiziell in sein Amt eingeführt. Er wohnt mit Familie in Vöhringen.

Angetan ist er von den vielen Gruppen und Kreisen, die selbstständig ohne Pfarrer gut funktionieren. Neben der Offenheit habe er auch die Lust auf Neues in der Gemeinde verspürt und die Bereitschaft, sich darauf einzulassen. Transparenz und digitale Vernetzung sind ihm genauso wichtig wie persönliche Gespräche.

Die Tür zum Pfarrhaus steht allen offen. „Wo kann ich gezielt unterstützen“, lautet die Herausforderung, denn in der großen Gemeinde falle ein Wirken in die Breite schwer. Die Umstrukturierung erfordere ein kollegiales Miteinander, die Gemeinden müssten miteinander denken und gemeinsame Ressourcen nützen.