Die Schwenninger verlieren in Mannheim mit 2:4. Sieben Sekunden vor dem Ende holen die Wolfsburger in Augsburg den entscheidenden Punkt und rücken auf Rang acht vor.
Was für ein letzter DEL-Hauptrunden-Spieltag! Die Wild Wings unterlagen in Mannheim am Sonntagnachmittag mit 2:4. Parallel lag Direktkonkurrent Wolfsburg nach einer zunächst scheinbar komfortablen 4:1-Führung in Augsburg mit 4:5 zurück und schaffte sieben Sekunden! vor dem Ende der regulären Spielzeit noch – entscheidend – das 5:5 und den so wichtigen Punktgewinn zu Platz acht. Nach Penaltyschießen siegten die Wolfsburger mit 6:5.
Die Pre-Playoff-Serie (Modus „Best of 3“) startet am Mittwoch zwischen Wolfsburg und Schwenningen in der VW-Stadt. Am Freitag läuft Spiel 2 in der Helios Arena.
Wild-Wings-Coach Steve Walker blieb in Mannheim nach dem verlorenen Heimrecht positiv: „Wir haben erst vor kurzem in Wolfsburg mit 4:2 gewonnnen. Mit diesen Gedanken starten wir dort am Mittwoch. Es geht wieder bei Null los.“
Verteidiger Dominik Bittner ist ebenfalls optimistisch: „Wir haben gegen Mannheim im letzten Drittel gezeigt, wie groß unser Zusammenhalt und Charakter sind. Damit können wir in den Playoffs weit kommen.“
Die Mannheimer sind übrigens Hauptrunden-Zweiter und lösten das Ticket für die Champions-Hockey-League.
Die Ausgangslage
Bei den Wild Wings musste der angeschlagene Tyson Spink gegen Mannheim geschont werden. Der Top-Scorer hatte sich am Freitag gegen Iserlohn verletzt. Für Tyson Spink spielte Sebastian Uvira in der ersten Angriffsreihe neben Tylor Spink und Phil Hungerecker. Tim Gettinger rotierte raus. Im Tor stand Chris Gibson, der sein zweites Spiel für Schwenningen absolvierte. Als Backup wurde Joacim Eriksson aufgeboten, da Michael Bitzer aufgrund der Geburt seines Kindes daheimgeblieben war. 600 Schwenninger Fans waren in Mannheim dabei.
Die Mannheimer hatten am Freitag mit 2:4 in Berlin verloren, peilten aber noch den zweiten Platz im letzten Hauptrundenspiel in der ausverkauften SAP Arena an. Tom Kühnhackl feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback. Das Adler-Tor hütete Maxi Franzreb.Aber Nationalverteidiger Leon Gawanke hatte vom Freitag-Spiel her eine Sperre abzusitzen.
Mannheim verzeichnet Blitzstart
Die Adler erwischten einen mustergültigen Start. Zwei wichtige Zweikämpfe hatten die Wild Wings vor dem 1:0 durch Alex Ehl (4.) entscheidend verloren. Die erste große Möglichkeit verzeichnete Philip Feist (8.), doch Franzreb parierte. Anschließend verlief das erste Drittel ausgeglichen. „Wir machen – bis auf das Gegentor – bis jetzt eine gute Arbeit, müssen aber schauen, dass wir die kompakte Defensive der Mannheimer überwinden“, betonte Schwenningens Angreifer Mirko Höfflin in der ersten Pause.
Zu diesem Zeitpunkt führte Wolfsburg mit 4:1 in Augsburg. Davon wollte Höfflin aber nichts wissen: „Wir müssen uns auf uns hier konzentrieren.“
Die Adler führen Regie – in Augsburg geht es rund
Die Mannheimer waren 26 Sekunden nach Beginn des Mitteldrittels mit dem 2:0 nach einem Solo von Yannick Proske zur Stelle. Im ersten Powerplay des Nachmittags war Matthias Plachta für das 3:0 in der 36. Minute zuständig. Immerhin kam eine ermutigende Info aus Augsburg. Die Panther hatten gegen Wolfsburg zu Beginn des Schlussdrittels auf 3:4 verkürzt.
Aber in der SAP Arena konnten die Wild Wings kaum etwas ausrichten. Sie mussten auf die Augsburger Schützenhilfe weiter hoffen. Und diese traf ein: In der 46. Minute waren die Panthers gegen Wolfsburg mit 5:4 in Führung gegangen!
In Mannheim schoss Maxi Heim inzwischen das 4:0 gegen Schwenningen. Die Wild Wings verkürzten durch zwei Treffer von Alex Karachun (52./54) auf 2:4, stemmten sich gegen die Niederlage. Aber umsonst.
Statistik
Mannheim – Wild Wings 4:2 (1:0, 2:0, 1:2).
Tore: 1:0 Ehl (3:08 – Assists: Michaelis, Schütz), 2:0 Proske (20:26 – Reichel, Kälble), 3:0 Plachta (35:48 – Greco, Solow), 4:0 Heim (47:41/5:4 – Mattinen, Schütz), 4:1 Karachun (51:22 – Martinsson), 4:2 Karachun 53:43 – Marshall).
Strafen: Mannheim: 4 – Wild Wings: 6. Schiedsrichter: Ansons/Gofman. Zuschauer: 13 600 (ausverkauft).