Vor dem zweiten Auswärtsspiel in Dresden wird deutlich: Der interne Konkurrenzdruck steigt bei den Wild Wings. Wer alles zuschauen muss. Eislöwen stehen am Abgrund.
Der Bus der Wild Wings – samt Fahrer natürlich – kennt die Strecke bald schon in- und auswendig. Binnen nur sechs Tagen geht es für das Schwenninger Team im DEL-Programm erneut nach Dresden. Weil in Sachsen am Mittwoch Buß-und Bettag ist, beginnt die Partie zwischen den Eislöwen (14./7) und den Schwänen (8./30) bereits um 16.30 Uhr. Das Duell wurde vom 38. Spieltag vorgezogen.
Der ungewohnte Spielbeginn ist ein Vorteil für die Mannschaft um Coach Steve Walker: Denn es geht zu einer relativen frühen Zeit am Mittwochabend wieder zurück an den Neckar. Dies ist nicht unbedeutend für die Regeneration im Hinblick auf das Knaller-Heimspiel der Neckarstädter am Freitag gegen Spitzenreiter Straubing.
Was Steve Walker fordert
Klar ist, dass die Wild Wings nach dem Freitag (2:0) noch einmal beim krisengeschüttelten Aufsteiger gewinnen wollen. Coach Steve Walker hat dabei aber ein paar Forderungen an sein Team, damit es spielerisch noch etwas besser läuft als am zurückliegenden Sechs-Punkte-Wochenende: „Wir müssen in unserem Spielsystem noch sauberer arbeiten – die Strukturen noch besser einhalten“, hatten Walker ein paar Phasen in Dresden und daheim gegen Iserlohn (3:0) nicht so gefallen.
Sein Verteidiger Will Weber sieht es ebenso, freut sich aber auch darüber, „dass wir jetzt nach unseren beiden Siegen mit einem positiven Gefühl in die Spiele in dieser Woche gehen“.
Eric Martinsson, der am Sonntag gegen Iserlohn seinen ersten Treffer für Schwenningern und in der DEL erzielte, tippt auf eine erneut schwere Aufgabe in Dresden: „Wir müssen am Mittwoch unseren Level konstant hoch halten und dürfen Dresden nicht viel Raum lassen.“
Personell geht es nun – positiv – so richtig rund
Der lange verletzte, im Sommer neu gekommene Wild-Wings-Angreifer Tim Gettinger (Handfraktur) wird nach acht Wochen Pause in der Elbflorenz sein Comeback an der Seite von Danny O’Regan und Jordan Szwarz geben. Im Tor steht Michael Bitzer. Damit kann Steve Walker alle Importspieler im 20. Saisonspiel einsetzen. Dies bedeutet aber auch, dass Stürmer wie Sebastian Uvira, Mirko Höfflin und Felix Scheel zuschauen müssen.
Dieser nun erhöhte Konkurrenzdruck dürfte sich noch mehr leistungsfördernd intern beim Tabellenachten auswirken.
Das letzte Spiel von Sundblad?
Der Dresdner Coach würde sich nur zu gerne diese Vielfalt an personellen Optionen wie in Schwenningen wünschen. Offenbar erhält Niklas Sundblad angesichts der bisher unterirdischen Bilanz des Aufsteigers (Zwei Siege, 17 Niederlagen) nur noch dieses eine Spiel gegen die Wild Wings als Bewährungsfrist.
Die Rückendeckung von Sportdirektor Matthias Roos („Unser Kader ist erstligatauglich“) für Sundblad schwindet. Dabei sind beide Dresdner „Macher“ für die Zusammenstellung der Mannschaft im ersten DEL-Jahr verantwortlich. Die Dresdner hatten es im Sommer aufgrund der kurzen Zeit nach dem Aufstieg auf dem Transfermarkt nicht einfach.
Gegen Schwenningen fallen C.J. Suess, Niklas Postel und Oliver Granz aus.