Vor einer Woche in Straubing feierte Chris Gibson ein erfolgreiches Debüt im Wild-Wings-Tor. Foto: Eibner

Der neue Schwenninger Keeper stellt den Erfolg des Teams über alles und ist sich seiner Rolle absolut bewusst. Von seinen Spielerkollegen zeigt sich der Finne begeistert.

Mit Chris Gibson (31) haben sich die Wild Wings auf der Torhüterposition noch kurz vor dem Ende der Transferfrist abgesichert, die elfte und letzte Import-Lizenz damit gezogen.

 

„Als ich Mitte Februar in Bozen von meinem Berater einen Anruf wegen Schwenningen bekam, hat mich das sofort begeistert. In der Bozener Mannschaft habe ich nur Positives von den Wild Wings gehört. Außerdem reizte mich auch die DEL. „Die Jungs hier in Schwenningen haben mich sehr gut aufgenommen. Ich fühle mich hier ausgezeichnet.“

Chris Gibson bezeichnet sich selbst als ein „Hybrid-Goalie“, der auch ein Spiel sehr gut lesen kann. Er freut sich in Schwenningen insgesamt über die neuen Impulse in der Zusammenarbeit mit Joacim Eriksson, Michael Bitzer und Torhüter-Trainer Cameron MacDonald. „Das passiert alles in einer tollen Arbeits-Atmosphäre.“

Seine ersten Wochen in Schwenningen

Seinen ersten Einsatz für die Schwäne verzeichnete der Torhüter mit finnischen Pass vor einer Woche in Straubing (3:4). „Ich war in meinem ersten Spiel für die Wild Wings schneller ruhig als erwartet. Die Mannschaft hat mir schon im Vorfeld meines Einsatzes sehr geholfen. Das Niveau in der DEL ist sehr gut. Es gibt viele starke deutsche und viele gute Importspieler. Das macht die Liga besonders.“

Mit seiner „Jokerrolle“ kommt der Keeper im Hinblick auf die in der kommenden Woche beginnenden Pre-Playoffs sehr gut zurecht. „Als ich hier unterschrieben habe, wusste ich genau, was auf mich zukommt. Eine ähnliche Rolle hatte ich ja im vergangenen Jahr in den Playoffs mit Kassel erlebt. Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass wir als Mannschaft sehr erfolgreich sind. Und wenn Wasserflaschen nachzufüllen sind, dann mache ich das auch“, sagt und lacht der sympathische Keeper, der aus einer international gemischten Familie stammt. Seine Mutter ist Finnin, sein Vater ist Engländer und war früher ein erfolgreicher Kickboxer. Dessen Familie hat wiederum karibische Wurzeln.

Seine bisherige Karriere

Chris Gibson wurde im finnischen Karkkila geboren und wuchs in Espoo auf, wo er in der Juniorenabteilung der Espoo Blues aktiv war. Im Alter von 15 Jahren im Jahr 2008 zog Gibson in die kanadische Provinz Saskatchewan und schrieb sich dort am Athol Murray College of Notre Dame in Wilcox – einer Schule mit einer herausragenden Eishockeyförderung – ein. 2011 wurde der Keeper beim NHL Entry Draft von den Los Angeles Kings an 49. Position gezogen. 16 NHL-Spiele (New York Islanders und Tampa Bay Lightning) absolvierte Gibson und war bei einigen AHL-Clubs unter Vertrag. Zur Saison 2023/24 zog es den begeisterten Golfspieler zurück nach Finnland (Lukko).

Über seine Zeit nach dieser Saison hat sich der Finne noch keine Gedanken gemacht: „Im Moment denke ich hier nur von Tag zu Tag und genieße es auch.“