So sehen die Fachräume derzeit aus – ein Relikt aus den frühen 1980-er Jahren. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Der Gemeinderat hat weitere Planungen für die geplante Sanierung der Chemie- und Physikräume am Schwarzwaldgymnasium in Triberg auf den Weg gebracht.

Die Sanierung der Fachräume für Chemie und Physik am Schwarzwaldgymnasium Triberg (SGT) ist notwendig.

 

Im Dezember 2025 beschlossen, Mittel aus der Schulbauförderung sollen bei der Finanzierung helfen. Doch um diese Förderung beantragen zu können, ist eine Kostenberechnung notwendig, was die Beauftragung der verschiedenen Gewerke bis zur Leistungsphase drei erfordere, so Bürgermeister Sven Ketterer. Die ersten Ergebnisse des Fachraumplaners seien vorhanden, daher kann nun auch die Stadt mit den Planungsleistungen von baulicher Seite aus beginnen.

Nach aktuellem Stand lägen die Leistungen des Architekten, die statische Begleitung und die Sanitärplanung vor, es fehlten jedoch noch die Elektrofachplanung und die für den Brandschutz – die aber in den nächsten Wochen folgen sollen. Die Antragsfrist für die Schulbauförderung laufe noch bis zum 1. Oktober, die Planer haben daher noch ausreichend Zeit für die Unterlagen. Um jedoch Puffer zu verschaffen, bat der Bürgermeister darum, ihm die Vollmacht für die Vergabe der beiden letzten Planungsgewerke zu erteilen.

Kleiner Wermutstropfen: Die 50.000 Euro, die im Haushalt für die Planung eingestellt sind, reichen nicht aus, da bereits die vorliegenden Gewerke 81.553 Euro betragen. Hinzu kommen noch die Kosten für Brandschutz-Begleitung und Planung der Elektrotechnik.

Bis zu 20.000 Euro

Gegebenenfalls könne beim Austausch der Straßenbeleuchtung bis zu 20.000 Euro eingespart werden. Gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Martina Braun habe man vor wenigen Tagen eine Besichtigung durchgeführt, betonte Klaus Wangler (CDU). Sie seien froh darüber, alle Schularten vor Ort zu haben, müsse sich aber auch klar darüber sein, dass die Schulen dann aber auch für die Zukunft gerüstet sein müssten. Daher werde die Kostenüberschreitung ebenso mitgetragen werden müssen, wie die Vergabe der Restplanungen.

Michael Hummel erkannte seitens der Freien Wähler das transparente Vorgehen Ketterers an. Allerdings finde er, dass man deswegen Straßenlampen dennoch austauschen könne. „Wir fahren auf Sicht“, erklärte dazu der Bürgermeister. Mike Mauscherning sah den dringenden Sanierungsbedarf und die Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Er bitte um zeitnahe Informationen, wenn sich in Sachen Zuschuss etwas tue.

Einstimmiger Beschluss

Der Beschluss, die Architektenleistung für 56.971 Euro an Hättich und Faber Architekten (Haslach), die statische Begleitung für 9520 Euro an Isenmann Ingenieur GmbH und die Sanitärfachplanung für 15.062 Euro (jeweils brutto) an Andre E. Schwarz aus Furtwangen zu vergeben, fiel einstimmig. Ebenso wie die Ermächtigung des Bürgermeisters zur Beauftragung der beiden Restgewerke. „Wir sind wirklich froh darüber, wie sich Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung geschlossen hinter uns stellen“, freute sich Schulleiter Oliver Kiefer gemeinsam mit seinem neuen Stellvertreter Simon Rott. Alle fünf Fachräume seien auf einem Stand, der keinen vernünftigen Unterricht mehr zulässt.