Der Bräunlinger Marathon lebt! Die Marke von 3000 Meldungen wurde um 99 geknackt. Wetterfest zeigten sich vor allem die „Marathonis“. Sieger über die Gesamtdistanz wurde – wie schon 2023 – mit Anja Röttinger (LAC Freiburg) neuerlich eine Frau.
Die Freiburgerin siegte in 2:49,58 Stunden. Schnellster Läufer war der in Friedenweiler wohnende Theo Fehrenbach. Er benötigte 2:54,16 Stunden für die Marathondistanz.
Nach der verletzungsbedingten (kurzfristigen) Absage von Vorjahressiegerin Stefanie Doll, die 2023 auch die komplette Männerkonkurrenz hinter sich gelassen hatte, war klar, dass es es in diesem Jahr neue Sieger geben musste.
Dann öffnete der Himmel 15 Minuten vor dem Start der „Marathonis“ seine Schleusen – und dies ziemlich kräftig. Die über 1300 Halbmarathonläufer hatten da beim Start mehr Glück, allerdings gab es auf der gesamten Strecke dann immer wieder Regenschauer.
Überraschte Siegerin
Bei den Marathonläufern gab es mit der späteren Siegerin Anja Röttinger einen Start/Ziel-Sieg. „Dass ich allerdings auch die Männerkonkurrenz anführte, begriff ich zunächst nicht, da immer wieder Läufer von den Marathonstaffeln aufliefen“, so die 38-Jährige. „Geplant war der Start in Bräunlingen nicht. Ich habe kurzfristig gemeldet, da ich letzte Woche in Elzach einen Ultra Trail laufen wollte, dies aber krankheitsbedingt nicht klappte“, so die in Sexau wohnende Läuferin.
Der Sieger bei den Männern
Hannah Marquardt (2:57,00 Stunden) und Lena Wagner (3:02,34 Stunden) sicherten sich die Podestplätze zwei und drei.
Der Zweitplatzierte in der Gesamtwertung und Sieger bei den Männern – Theo Fehrenbach – bescheinigte der Siegerin ein überragendes Rennen. „Ich habe alles versucht, um dran zu bleiben, aber bei Kilometer 21, als es dann bergab ging, musste ich abreißen lassen“, sagte der 29-Jährige. „Ich wollte dann noch einmal auf Röttinger auflaufen, aber schaffte es nicht“, so der Friedenweiler nach seinem ersten Start in Bräunlingen.
Er verwies Claudius Lindel von der SG Baienfurt (2:55,02 Stunden) sowie Andreas Ambs vom Markgräfler Runners Club (2:55,24 Stunden) auf die Plätze.
Der Halbmarathon
Die ersten Läufer, die von den Zuschauern im mittlerweile leichten Nieselregen gefeiert wurden, waren die Halbmarathon-Teilnehmer – allen voran Lucas Hemkes aus Siegburg bei Bonn (LAZ Rhein-Sieg). Der 32-Jährige ist gerade auf Urlaub in der Region und bekam mit, dass es in Bräunlingen einen Halbmarathon gibt. „Da entschied ich mich spontan zu laufen, da ich den Schwarzwald dann auch noch lauftechnisch genießen wollte“, freut sich der Triathlet. „Erst zwei Kurven vor Schluss war mir klar, dass ich das Ding gewinnen werde.“
Bei den Frauen siegte Verena Cerna-Kohnle. Sie war bereits die Siegerin von 2010 bis 2012. „Nun zog es mich wieder zurück nach Bräunlingen“, so die 43-Jährige, die zunächst das Feld anführte, dann aber etwas Gas herausnahm. „Ich wollte mit der ersten Frau mitlaufen, sah aber keine. Und so zog ich dann in der zweiten Hälfte das Tempo wieder etwas an“, freut sich die für den SSV Ulm startende Läuferin.
Orga-Chef Frank Kliche
Einen beachtlichen sechsten Platz in der Männerkonkurrenz im Halbmarathon gab es für den Löffinger Triathleten Laurin Wehrle. Er benötigte gerade einmal 1:21,23 Stunden für seinen Lauf.
Orga-Chef Frank Kliche war sehr zufrieden. „Die Marke von 3000 ist magisch, die wir neuerlich knackten“, so Kliche, der sich voll des Lobes über die geschlossene Leistung seine Helferteams äußerte.
3099 Läufer meldeten sich für das Laufspektakel in Bräunlingen an. Traditionell die meisten Läufer verzeichnete der Halbmarathon mit 1371 Teilnehmern – gefolgt vom 10 Kilometer-Lauf mit 539 Läufern. Die Ganzmarathonstrecke nahmen 444 Läufer unter die Sohlen ihrer Laufschuhe. Rekordverdächtige 40 Marathonstaffeln, 106 Nordic Walker, 113 fünf Kilometer-Läufer und 406 Schüler komplettierten die Wettbewerbe des diesjährigen Marathonwochenende.