An der Astrid-Lindgren-Schule fühlen sich Schüler und Lehrer nach mehreren Diebstählen nicht mehr sicher. Der Ortschaftsrat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung dafür aus, hier Abhilfe zu schaffen. Foto: Holger Schlicht

Der Rektor der Astrid-Lindgren-Schule, Michael Winzer, erstattete dem Ortschaftsrat Hauingen einen Bericht über die aktuelle Situation an der Grundschule.

Bei der Sitzung des Ortschaftsrats im Rathaus Hauingen gab es am vergangenen Dienstag einiges zu besprechen.

 

Zunächst wurde die langjährige Mitarbeiterin des Ortschaftsrats, Helga Schön, von Ortsvorsteher Günter Schlecht gebührend verabschiedet. Seit 2019 war Helga Schön in als Sachbearbeiterin in der Ortsverwaltung Hauingen als Sachbearbeiterin in verschiedenen Bereichen tätig. Schlecht beschrieb sie als verantwortungsbewusste Generalistin mit Menschenverstand und wünschte ihr eine gesunde und entspannte Zeit im Ruhestand.

Der Betreuungsanspruch und seine Folgen

Anschließend erstattete der Rektor der Astrid-Lindgren-Schule, Michael Winzer, dem Ortschaftsrat einen Bericht über die aktuelle Situation an der Grundschule. Die Halbtagsschule bietet ab 2026/27 im Zuge des gesetzlich vorgegebenen Rechtsanspruchs auf Betreuung für Erstklässler ein kostenpflichtiges Betreuungsangebot am Nachmittag für Erstklässler an. Allerdings stößt die Schule vor allem räumlich an ihre Grenzen. Im Altbau und der Küche sowie im Fledermauszimmer sei schon umgebaut worden, aber das reiche bei weitem nicht aus, vor allem im Hinblick auf steigende Schülerzahlen und Nachmittagsbetreuung. Die Schüler essen momentan im Pfarrgemeindehaus, aber auch dort ist der Platz begrenzt.

Deshalb schlug Winzer vor, zeitnah bei den Verantwortlichen des Chruutschlämpekellers anzufragen, ob man diesen für das Mittagessen der Schüler benutzen dürfe, da dieser bis zu 60 Schülern Platz bieten würde.

Sozialarbeiterstelle soll besetzt werden

Die Schule hat momentan elf Klassen mit insgesamt 204 Schülern sowie 14 Lehrkräften. Die vom Land zugesagte Stelle von 60 Prozent für einen Sozialarbeiter, welche laut Winzer auch dringend benötigt werde, wurde zuerst auf unbestimmte Zeit verschoben, dann aber durch eine Intervention Günter Schlechts doch noch eingerichtet und wird laut Schlecht ab dem Sommer 2026 auch besetzt werden. Allerdings ist auch für diese Person bis jetzt keine Räumlichkeit vorhanden.

Das Projekt „Sprachfit“, bei dem die Konrektorin Andrea Bremicker-Kaiser für vier Stunden in der Woche in den Kindergarten zum Sprachunterricht geht, werde gut angenommen und wird zukünftig wahrscheinlich in drei Kindergärten eingerichtet.

Im Schulgarten sind die Zaunpfähle und die Terrasse des Schulgartens morsch geworden und müssten dringend renoviert werden. Den Religionsunterricht besuchen laut Winzer mittlerweile nur noch ungefähr die Hälfte der Schüler, das diese nur zum Besuch des Unterrichts verpflichtet sind, wenn sie entweder der katholischen oder der evangelischen Kirche angehören. In Übereinstimmung von Winzer und dem Ortschaftsrat hielt man angesichts dessen eine Ethikunterricht für sinnvoll, dies sei aber bis dato vom Land leider nicht vorgesehen.

Das Sicherheitsgefühl an der Schule lässt nach

Ein großes Problem ist laut Winzer auch, das die Eingangstüre tagsüber nicht abgeschlossen sei und natürlich auch keiner kontrollieren könne, wer in der Schule ein und aus geht. So wurden erst kürzlich zwei I-Pads aus einem Klassenzimmer gestohlen und am Tag der Sitzung ein Rucksack einer Lehrerin entwendet. Dementsprechend lasse das Sicherheitsgefühl bei Schülern und Lehrern nach, berichte Winzer, und eine Sicherheitslösung sei dringend anzustreben, was alle Mitglieder des Ortschaftsrats genauso sahen.

Auch im Hinblick auf den Brand in der Schule im Oktober 2025 wisse man bis jetzt noch nicht, wie dieser zustande gekommen sei. Eine Brandstiftung sei auch hier im Rahmen des Möglichen. Daraufhin sprach sich Gerd Turowski von der CDU für eine schnelle und kurzfristige Lösung des Sicherheitsproblems aus, was von Schlecht bestätigt wurde.